"Der Bau ist gut gelungen"

Zur Einweihung des Erweiterungbaus gab es Sketche, Tänze und Gesangseinlagen der Montessorischüler. Foto: Polster

Es war eine schwere Geburt. Nach jahrelangem Engagement mit Rückschlägen wurde am vergangenen Freitag der Erweiterungsbau der Montessori-Schule in Inning eingeweiht. Die Kosten: 3,6 Millionen Euro. 

Die Polizei war beschäftigt, den ruhenden Verkehr rund um die Landsberger Straße in Inning zu regeln. „Wir versuchen, dass wenigstens der Bus noch durchkommt“, erklärte ein Mitarbeiter der Polizeiinspektion Herrsching. Anlass für das ungewöhnliche Verkehrsaufkommen war am Freitag die Einweihung des rund 3,6 Millionen Euro teuren Erweiterungsbaus. Wie berichtet, sollte das Gebäude ursprünglich schon zum September bezogen werden. Weil es unter anderem einen Brand im Heizungskeller gab, musste der Start verschoben werden. Über diverse Pannen aber auch Erfolge berichtete Tobias Röschinger, Vorstand des Montessori Förderverein Ammersee. „Würde man mich fragen, ob ich das noch einmal machen würde. Es gäbe ein klares Nein!“, erklärte Röschinger. „Zum Glück aber brauchen wir es nicht mehr. Die Schule ist jetzt zukunftsfähig.“ Sein größter Wunsch: „Ein klares Ja dazu, würde man später einmal die Schüler befragen, ob sie noch einmal diese Schule besuchen möchten.“ Bürgermeister Werner Röslmair lobte insbesondere die Architektur, die sich „harmonisch in die Landschaft“ einfüge. „Aus meiner Sicht und aus Sicht vieler Bürger ist der Bau gut gelungen.“ Der Weg dorthin jedoch sei steinig und oft auch beschwerlich gewesen. „Es wäre abendfüllend, würde ich die Entwicklung, von der Idee über die Genehmigung und Finanzierung bis zum endgültigen Spatenstich, aufzählen“, sagte Röslmair. „Sie aber haben es geschafft, sehr gut geschafft sogar.“ Der Rathauschef verwies außerdem auf die gute Zusammenarbeit, auch wenn man nicht immer einer Meinung gewesen ist. „Würde es nicht dauernd auch ums liebe Geld gehen, es wäre eine Wohltat, mit Ihnen zusammen zu arbeiten.“ Als bleibendes Geschenk gab es einen Blumenstock und aus dem Fundus von Jutta Göbber vom Verein Heimatgeschichte ein historisches Foto der alten Schule. Nach Sketchen, Tänzen und Gesangseinlagen der Schüler wurde der symbolische Schlüssel durch Wolfgang Fuchs von der Firma Schneiderbau an Rektorin Birgit Haltenberger-Penkert übergeben. Für den geistlichen Segen waren die Pfarrer Christoph Breit und Thomas Pendanam zuständig. Künftig können durch die Erweiterung - der Neubaus besticht durch eine ansprechende Holzfassade und in Maigrün und weiß gehaltenen Innarchitektur - insgesamt 210 Schüler von der ersten bis zur 10. Klasse unterrichtet werden. Außerdem sind neu eine Lehrküche, ein IT-Raum, ein Werkraum sowie ein Fachraum für Biologie, Chemie und Physik und eine große Aula für Veranstaltungen integriert. Die Internetseite lautet: www.montessorischule-inning.de.

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