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Der Landkreis Starnberg wartet auf den neuen Impfstoff Novavax

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Von: Petra Straub

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Der Corona-Impfstoff Novavax soll im Landkreis Starnberg demnächst geliefert werden.
Der Corona-Impfstoff Novavax soll im Landkreis Starnberg demnächst geliefert werden. © Alastair Grant/AP/dpa/Symbolbild

Landkreis – Im Kampf gegen das Corona-Virus wartet auch der Landkreis Starnberg auf den neuen Totimpfstoff Novavax. Noch wurden die 2.500 bestellten Dosen nicht geliefert. Das könnte sich jedoch in den nächsten Tagen ändern.

Der georderte Impfstoff ist für das Personal von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen bestimmt, für Patientinnen und Patienten, bei denen die körpereigene Abwehr geschwächt ist - und für alle anderen bislang ungeimpften Bürgerinnen und Bürger. Doch die Nachfrage ist bislang gering.

Bis dato gibt es keine allzu großen Nachfragen

Pressesprecher Stefan Diebl, Landratsamt Starnberg

Wie Pressesprecher Stefan Diebl vom Landratsamt Starnberg erklärt, ist der bestellte Impfstoff für die Erst- und die Zweitimpfungen bestimmt. Das heißt, dass die erste Bestellung für 1.250 Personen ausreicht. „Bis dato gibt es keine allzu großen Nachfragen“, erklärt Diebl auf die Frage nach dem Interesse der Landkreisbewohner an dem neuen Vaxin. Das bestätigt auch der HNO-Arzt Dr. med. Bernhard Junge-Hülsing aus Starnberg, ärztlicher Koordinator im Landkreis Starnberg in der Pandemie. Er rechnet damit, dass der Impfstoff nächste oder spätestens übernächste Woche geliefert wird und dass sich im Landkreis weniger als 200 Personen aus dem Gesundheitswesen mit Novavax impfen lassen. Ein Teil davon seien Personen, die ab 15. März der Impfpflicht unterliegen. Viele aus dem Gesundheitswesen seien jedoch schon geimpft.

Termine werden erst vergeben, wenn der Impfstoff im Landkreis Starnberg vorhanden ist

Impftermine werden erst vergeben, wenn der Impfstoff da ist, erklärt Junge-Hülsing. Ein bis vier Tage vorher werde der Landkreis über den Liefertermin in Kenntnis gesetzt. Ob der neue Impfstoff nur in den Impfzentren oder auch in den Arztpraxen verimpft wird, sei aufgrund der geringen Nachfrage noch unklar. Denn ein Fläschchen mit zehn Impfdosen müsse innerhalb eines Tages verabreicht werden. Dies könnten Praxen bei geringer Nachfrage nicht sicherstellen. Laut Junge-Hülsing ist der auf Proteinbasis entwickelte Impfstoff „wahrscheinlich nicht so wirksam“ wie die bisher verimpften mRNA-Impfstoffe, schütze jedoch zweifelsfrei vor schweren Krankheitsverläufen und trainiere das Immunsystem. Mit einer Impfquote von 76 Prozent bei den Erst- und Zweitimpfungen, von 50 Prozent bei den Booster-Impfungen und vielen Genesenen liege der Landkreis Starnberg seit einigen Tagen bei den Infektionen unter dem bayerischen Durchschnittswert.

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