Derzeitige Zustand unhaltbar

Zehn Meter hoch und damit gut sichtbar vor der Stadtkulisse: Der geplante Neubau des Werft-Gebäudes soll bis 2013 fertig sein soll. Foto: Jaksch

Starnberg – Die Zeit drängt: Bis 2013 will die Fünfseenschifffahrt ihre neue Werft in Betrieb nehmen können. Wie diese aussieht, bekamen die Stadträte in der jüngsten Bauausschusssitzung zu Gesicht.

Demnach ist auf dem Gelände am Nepomukweg ein rund 2.700 Quadratmeter großes Werftgebäude mit Werkhof geplant, in dem sowohl die Schreinerei, Malerei sowie Schlosserei untergebracht sind wie auch die Landküche und das Institut für Fischerei mit Räumen für die Fischverarbeitung und seinem Boot. Der Neubau soll auf dem Gelände des jetzigen Spielplatzes errichtet werden. Bisher stehen die Werkstätten sowie das Betriebs- und Verwaltungsgebäude der Seenschifffahrt weit verstreut auf dem insgesamt 22.000 Quadratmeter großen Gelände. Weil die alten Holzbauten marode und längst viel zu eng sind, wurden bereits Verwaltungsräume und die Landküche – hier werden die Speisen für die Passagiere der Dampfer zubereitet – in Container ausgelagert. Für die Seenschifffahrt ist dieser Zustand auf Dauer unhaltbar. Sie drängen auf einen schnellen Neubau der Werftanlage. Auch aus Sicht der Stadt ist eine zügige Realisierung positiv. Als „neue Nachbarin der Werftanlage“ – die Stadt hat dem Freistaat einen 11.800 Quadratmeter großen Teil der Schifffahrtswiese abgekauft – kann sie ihr für rund 3,5 Millionen Euro gekauftes Grundstück erst nutzen, wenn die Werft in den östlichen Teil umgezogen ist. Ob sich dort dann Wohnbebauung umsetzen lässt, bleibt abzuwarten. Bereits bei den Diskussionen für ein „Hotel am See“, hatte sich gezeigt, wie schwierig das Gelände „zwischen Bahn und Werft“ in punkto Lärm für`s Wohnen ist. Weil die Seenschifffahrt mit der von ihr favorisierten Vorhaben bezogenen Planung (geht schneller) aber weniger Rücksicht auf spätere Bebauungs-Wünsche des „neuen Nachbarn“ Stadt und der dann daraus resultierenden Lärmgrenzen nehmen muss, einigte sich der Bauausschuss darauf, einen Bebauungsplan auf zustellen. Damit will die Stadt sicher stellen, dass man in den Bebauungsmöglichkeiten für das eigene Gelände nicht zu sehr durch die Werft und ihren Immissionen eingeschränkt wird. Damit die Seenschifffahrt trotzdem schnell ihre Pläne umsetzen kann, hat die Stadt das Gelände in einen Ost- und Westabschnitt aufgeteilt. Für letzteren weist die Stadt ein „Mischgebiet“ aus. Diskussionsbedarf gibt es allerdings trotzdem noch – zu den Werft-Plänen: So stieß die geplante Wandhöhe des neuen Gebäudes von zehn Metern nicht gerade auf uneingeschränkte Gegenliebe – ebenso wie die künftige Erschließung. Während die Seenschifffahrt den Verkehr über Strandbadstraße und Nepomukweg leiten will, wehrten sich die Stadträte gegen einen Ausbau dieser rege von Spaziergängern genutzten Verbindung. Lediglich für Sondertransporte mit Schiffsteilen oder Langholz soll die Strecke freigegeben sein – ansonsten muss die Werft über Uhde- und Perchasstraße sowie Schiffhüttenweg angefahren werden.

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