Wogen kochten bei Abstimmung hoch

Diskussion um Dinardpark: Grüne Stadträte kritisieren Bauprojekt

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Die Pläne für den Starnberger "Dinardpark" wurden vom Ferienausschuss des Starnberger Stadtrates vor Kurzem mit 9:3 Stimmen verabschiedet. Kritik an dem Projekt gab es vor allem von den Grünen (Symbolbild).

Starnberg - Mit 9:3 Stimmen wurden in Ferienausschuss des Stadtrats die vorgestellten Pläne für den sogenannten „Dinardpark“ gebilligt – die Grünen kritisieren weiterhin das Energiekonzept von Luftwärmepumpen sowie den Aspekt, dass auf dem mehr als 3.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Dinardstraße und Seufzerberg ihrer Ansicht nach zu wenig günstiger Wohnraum geschaffen werde.

Integriert in die vorgesehenen fünf Gebäude wird auch die Kindertagesstätte „Starnberger Spielinsel“, die momentan noch ihren Betrieb in provisorischen Containern an der Ludwigstraße führen muss. 

Die Erfüllung des Stadt-Wunsches, dass die „Spielinsel“ eine neue, feste Unterbringung bekommt, dürfte dazu beigetragen haben, dass das Gesamtprojekt wohlwollend behandelt wurde: Das Starnberger Unternehmen „ehret + klein“, u.a. vom Großprojekt auf dem ehemaligen Roche-Gelände in Tutzing im Landkreis ein Begriff, peilt als Investor im Dinardpark offiziell insgesamt 21 Wohnungen an, Fertigstellung bis 2021. Im Zuge der öffentlichen Auslegung der Pläne gab es kaum Einwendungen. Die Kreisbehörde wies darauf hin, dass die Fenster der Kindertagesstätte aus Gründen des Lärmschutzes für die Nachbarn nicht zur Bahnhofstraße geöffnet werden dürfen – außer im Notfall oder zu Reinigungszwecken. Die Kritik der drei grünen Stadträte im Ferienausschuss entzündete sich an der ihrer Meinung nach zu geringen (skizzierten) Gebäudehöhe, die weniger Wohnraum schaffe als an dieser Stelle möglich wäre. 

Stadtbaumeister Stefan Weinl wies das zurück und erläuterte, dass ein höheres Bauen Verschattungen nach sich ziehen würde. Der Grünen-Fraktionssprecher Franz Sengl bemängelte zudem, dass man sich mit der Wahl von Luftwärmepumpen für „die schlechteste unter den erneuerbaren Energietechniken“ entschieden habe – Geothermie wäre besser gewesen, so der Geologe. 

Seine Stadtratskollegin Kerstin Täubner-Benicke bezeichnete die mit 232 Quadratmetern angesetzte Freifläche der Kindertagesstätte als „Hühnerstall“. Die Grünen stimmten als einzige (3:9) gegen die aktuellen Pläne und mussten sich von Bürgermeister Patrick Janik (UWG) bescheinigen lassen, dass sie mit ihren Einwendungen „zu spät dran“ seien. Ihre Bedenken sollen gleichwohl an die Bauherren weitergeleitet werden. Der Bebauungsplan steht aber wie vorgelegt.

Von Thomas Lochte

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