CSU beantragt Zustandsanalyse

Diskussion um die Zukunft des „Bayerischen Hof“ in Starnberg nimmt weiter Fahrt auf

Wolken Sprechblasen
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Die Diskussion um die Zukunft des „Bayerischen Hof“ ist im vollen Gange (Symbolbild).
  • vonFlorian Ladurner
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Starnberg - Die öffentliche Diskussion um die Zukunft des „Bayerischen Hofs“ gewinnt weiter an Fahrt: Nachdem sich unter den Leserbriefschreibern der beiden lokalen Tageszeitungen in jüngster Zeit auch Fachleute zu Wort gemeldet haben, welche die angebliche Nichtsanierbarkeit des 1865 errichteten , denkmalgeschützten Gebäudes stark in Zweifel ziehen, bringt die Stadtratsfraktion der CSU nun einen Antrag auf den Weg, der auf eine Zustandsanalyse des „Bayerischen Hofs“ abzielt und auch die weitere Vorgehensweise für das umgebende Quartier definiert.

„Aus Sicht der CSU sind im Vorfeld der nächsten Stadtratssitzungen einige Punkte zu klären, die die Grundlage für die Entscheidung des weiteren Vorgehens bilden“, heißt es einleitend zum Vorstoß der Starnberger Christsozialen. Bürgermeister Patrick Janik will das auch aus seiner Sicht absolut dringliche Thema bereits in den kommenden Ratszusammenkünfte auf die Tagesordnung bringen, frühestens allerdings erst am 22.März. Von der CSU beantragt wird „eine Zustandsanalyse der beiden denkmalgeschützten Gebäude (VHS bzw. ehemalige Oberschule und Bayerischer Hof) und eine Wirtschaftlichkeitsprüfung einer möglichen Sanierung vorzunehmen“. Auch zum Aspekt der Finanzierbarkeit einer Sanierung hatte es bereits Wortmeldungen aus der Bevölkerung gegeben. Eine solche Sanierung sei sehr wohl machbar, so der Diplomingenieur und ehemalige Berger Gemeinderat Christoph Eisenhut, der in einem Leserbrief vor allem auf die Statik des Bayerischen Hofs einging: „Selbst, wenn es Nachbesserungsarbeiten im Bereich der Gründungssohle geben sollte, so wäre auch dieses zu lösen, sonst müsste man ja ganz Venedig abreißen.

Der Antrag der Starnberger CSU fordert außerdem, „in Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde die ( . . . ) festgestellten Ergebnisse abzustimmen und die notwendigen denkmalschutzwürdigen Maßnahmen festzulegen.“ Ferner seien en wegen der Volkshochschule Starnberger See die „Ergebnisse der Verhandlungen mit den Mitgliedsgemeinden über die Möglichkeit eines Alternativstandorts dem Stadtrat vorzulegen“. Auch wegen einer bestehenden Grunddienstbarkeit zu Gunsten einer Nachbarfläche des „Bayerischen Hofs“ sollen Kontakte mit dem Grundeigentümer aufgenommen werden, wünscht die CSU: Ohne diese Klärung wäre ein umfassendes Konzept wohl gar nicht möglich. Die Antragsteller wollen auf diese Weise die „Rahmenbedingungen für einen dann durchzuführenden Investorenwettbewerb“ (gemäß Stadtratsbeschluss vom 18.02.2019; Anm. d. Red.) schaffen, betonen zugleich aber ausdrücklich, „dass ein Verkauf des Grundstückes und ein Abriss/Neubau etc. des Bayerischen Hofes – nach derzeitiger Sachlage – nicht zur Diskussion steht.“ Ein vom Pächter des „Bayerischen Hofes“ zu einem Augenschein gebetener Fachmann war übrigens zu dem mündlichen Zwischenergebnis gekommen, dass insbesondere die Statik des Gebäudes nicht so „unrettbar“ schlecht sei wie vom Gutachter der Stadt behauptet.

Thomas Lochte

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