Unterwasserortung, Orientierung und Kommunikation

DLRG Pöcking-Starnberg e.V. testet neuartiges System: Bis zu 100 Taucher in 150 Meter Tiefe verfolgen

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Ein DLRG-Einsatztaucher mit dem UWIS-Tracker an seiner Tauchflasche montiert, so dass man über Wasser immer seine aktuelle Position kennt.

Possenhofen – Erfahrene Einsatztaucher und Spezialisten für Suche, Erkundung, Ortung und Navigationstechnik aus dem gesamten Bundesgebiet waren im Oktober bei der DLRG Pöcking-Starnberg e.V. zu Gast. Denn es galt, mit dem „UnderWaterInformationSystem (UWIS)“ ein neuartiges System zur Unterwasserortung, Orientierung und Kommunikation der finnischen Firma UWIS Oy ausgiebig in verschiedenen einsatznahen Situationen zu testen.

Die DLRG im Landkreis Starnberg betreut unter anderem mit dem Starnberger See ein sehr gerne genutztes und bis zu rund 128 Meter tiefes Tauchgewässer. 

Eine Problematik der Wasserretter bei Einsätzen unter Wasser ist häufig, dass die Einsatzleitung zur Planung des weiteren Vorgehens gerne genau wüsste, welche Flächen unter Wasser bereits im Detail betaucht wurden und wo genau sich ihre Einsatztaucher oder auch Unterwasserdrohnen/Tauchrobotter derzeit befinden. Die Spezialisten der weltweit größten Wasserrettungsorganisation wurden auf die Firma UWIS Oy und ihr System UWIS aufmerksam, stellten Kontakt her und tauschten sich intensiv aus. Es wurde schnell klar, dass hier ein für beide Seiten interessantes Themengebiet auch am besten gemeinsam bearbeitet werden sollte. So vereinbarte man eine erste intensive Testreihe im bayerischen Landkreis Starnberg.

Ein DLRG-Einatztaucher mit UWIS-Tablet im Übungseinsatz.

UWIS ist ein Unterwassernavigations-, Kommunikations- und Überwachungssystem, dass das Triangulationsprinzip nutzt. Mit Hilfe von UWIS kann der Unterwasserort von Tauchern oder Unterwasserrobotern/Drohnen mit hoher Genauigkeit bestimmt werden. Es ermöglicht auch die Kommunikation zwischen Tauchpartnern und der Oberfläche über voreingestellte Nachrichten. Die Tauchdaten werden über eine Boje an die Oberfläche weitergeleitet und Taucheinsatzleiter können mit Hilfe der UWIS Tracker-Software die tatsächlich zurückgelegte Strecke der Taucher in Echtzeit verfolgen. Die Aufzeichnung der Daten hilft bei der Analyse und Planung von Sucheinsätzen und Tauchmissionen. Das System kann bis zu 100 Taucher gleichzeitig in einem Radius von 500 Metern in einer Tiefe von bis zu 150 Metern verfolgen. DLRG und UWIS Oy hatten ein spannendes gemeinsames Wochenende und konnten sehr viele interessante Erkenntnisse gewinnen. 

Ein großer Dank geht auch an die Firma Globe Flight aus Barbing, die für die Tests diverse Drohnentechnik zur Verfügung gestellt hat. Herzlichen Dank auch an die Freiwillige Feuerwehr Pöcking, die samstags ihren Lehrsaal zur Verfügung stellte. Bei den Test im Starnberger See entstand auch ein Video, das auf YouTube unter folgender Adresse zu finden ist :https://youtu.be/DeH2IjcC1r0.

Von Kreisbote 

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