Drehscheibe und Kontaktstelle

Vermitteln in der neuen Engagement-Beratungsstelle im Seniorentreff Starnberg ehrenamtliche Tätigkeiten an alle, die sich jung für`s Altenteil fühlen: (v.l.) Astrid Servatius, Seniorentreff-Leiter Helmut Kilian, Ulrike Roder und Gabriele Glas. Foto: Jaksch

Der Seniorentreff Starnberg hat zum Jahr des Europäischen Ehrenamtes mit seiner Engagement-Beratung ein neues Projekt gestartet, das ehrenamtliche Initiative stärken soll. Seit Januar stehen mit Gabriele Glas, Astrid Servatius und Ulrike Roder drei Ansprechpartnerinnen zur Verfügung, die entsprechende Tätigkeiten vermitteln.

Die Engagement-Beratung soll als Drehscheibe und Kontaktstelle dienen – für alle, die noch zu aktiv für`s Altenteil sind und sich engagieren wollen, aber nicht so recht wissen, wo – sowie für alle gemeinnützigen Organisationen, die freiwillige Helfer brauchen. Laut einer Umfrage im Jahr 2009 sei die Engagement-Bereitschaft der über 65-Jährigen überproportional gestiegen, erklärte der Leiter des Seniorentreffs, Helmut Kilian im Rahmen den Neujahrsempfangs. „Wir können auf die Potenziale der älteren Generation zurückgreifen, sie für das Gemeinwesen nutzbar machen und müssen sie nicht brach liegen lassen“, so Kilian. Das neue Projekt sei insbesondere für Menschen in ihrer nachberuflichen Lebensphase gedacht, die ihre Erfahrungen weiterhin sinnvoll einbringen wollen, aber nicht so recht wissen, wie und wo. Da aktive Menschen in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen würden, habe ein ehrenamtliches Engagement auch Vorteile für die Senioren. In der Engagement-Beratung wird abgeklopft, wer in welchem Bereich für welchen Zeiteinsatz arbeiten will oder wie eigene Vorstellungen verwirklicht werden können. Mittels einer Schulung werden die Teilnehmer auf ihre Aufgaben vorbereitet und lernen, wie man Ideen entwickelt und Projekte umsetzt. Der nächste Kurs findet im März im Seniorentreff statt (Telefonnummer 08151/21714). Mit 20 Teilnehmern beim ersten Kurs der Engagement-Beratung war der Landkreis Starnberg „Spitzenreiter“ in Oberbayern. Vier der Schulungsteilnehmer bieten inzwischen Seminare in der Nachbarschaftshilfe Inning an – zwei helfen im Mutter-Kind-Haus in Gilching. Bei vielen anderen Projekten engagieren sich Senioren bereits jetzt schon. So helfen sie Schülern bei Bewerbungsschreiben – übernehmen die Hausaufgabenbetreuung – teilen Mittagessen aus oder sind als Schülerlotsen im Einsatz. Mit 1.060 Besuchern im vergangenen Jahr hat der Seniorentreff einen Ansturm wie noch nie erlebt (Steigerung um elf Prozent) und einen neuen Besucherrekord aufgestellt. „Viele Zahnräder sind notwendig, damit die Maschine Seniorentreff Starnberg funktioniert“, sagte Kilian. Der Erfolg sei nicht zuletzt den Senioren zu verdanken. Sie nutzen nicht nur die professionellen Beratungen, sondern sind auch selbst aktiv und gestalten ein abwechslungsreiches Freizeit- und Bildungsangebot und engagieren sich eben auch ehrenamtlich. Wegen der beengten Platzverhältnisse wird der Seniorentreff noch in diesem Jahr in den Neubau der Ilse-Kubaschewski-Stiftung an der Hanfelder Straße einziehen- der Umzug ist für November angedacht.

Meistgelesen

Frühlingserwachen am Ammersee
Frühlingserwachen am Ammersee
Starnberg: Ziviles Observierungsfahrzeug der Polizei am Überholen gehindert  
Starnberg: Ziviles Observierungsfahrzeug der Polizei am Überholen gehindert  
Starnberg: Wenn die Schwester beim Bruder im Handy-Laden vorbeischaut...
Starnberg: Wenn die Schwester beim Bruder im Handy-Laden vorbeischaut...
Krailling: Schwiegermutter-Terror provoziert Diplomingenieur zu Tätlichkeit
Krailling: Schwiegermutter-Terror provoziert Diplomingenieur zu Tätlichkeit

Kommentare