Vier Mitarbeiter von Webasto Stockdorf betroffen

Drei weitere Coronavirus-Fälle im Landkreis Starnberg: Heute sollen 40 Personen getestet werden

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Heute wurde bekannt, dass drei weitere Mitarbeiter von Webasto in Stockdorf sich mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Landkreis - Wie gestern Abend bekannt wurde, gibt es drei weitere Personen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Alle arbeiten beim Stockdorfer Unternehmen Webasto. „Wir wissen aktuell von drei weiteren positiv getesteten Mitarbeitern und ermitteln gerade die Kolleginnen und Kollegen, die mit ihnen in Kontakt waren“, erklärt Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto Gruppe.

Bereits gestern hatte Webasto alle Dienstreisen nach und von China für mindestens zwei Wochen abgesagt und den Mitarbeitern am Standort Stockdorf freigestellt, diese Woche im Homeoffice zu arbeiten. Aufgrund der neuen Situation hat Webasto das Werk in Stockdorf bis Sonntag geschlossen. 

Es wurde entschieden, dass auch die drei neuen Patienten in der München Klinik Schwabing stationär aufgenommen und dort medizinisch überwacht und isoliert werden. Bei einigen weiteren Kontaktpersonen läuft derzeit ein Test, ob auch hier eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt. 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Dienstagabend in München: "Es wurden insgesamt rund 40 Mitarbeiter der Firma ermittelt, die als enge Kontaktpersonen in Frage kommen. Die Betroffenen sollen am Mittwoch vorsichtshalber getestet werden. Außerdem werden sie von der 'Task Force Infektiologie' des LGL eingehend befragt."

Keine Schutzmasken mehr

Der Kreisbote frage bei der Olympia-Apotheke nach, ob es denn noch Masken gäbe: "Unsere sind alle ausverkauft. Die Menschen sind hysterisch und wollen sich schützen. Wir wissen aber auch nicht, wann der Lieferant wieder zustellen kann. In einer Starnberger Drogerie gibt es mittlerweile auch keine mehr - am Freitag sollen wieder welche zu kaufen sein.

Risiko einer Ausbreitung nach wie vor gering

Die Behörden versuchen den Virus einzudämmen, das Risiko für eine Ausbreitung des Virus in Deutschland ist aber nach wie vor gering. "Es war zu erwarten, dass das Virus auch Deutschland erreicht. Die Fälle zeigen aber, dass wir gut darauf vorbereitet sind. Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China bleibt nach Einschätzung des RKI weiterhin gering", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag Abend.

Weitere Informationen zum Coronavirus gibt es unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Von Alma Jazbec

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