"Dringende Notwendigkeit"

Am Flughafen Oberpfaffenhofen soll ein Tagungs- und Kongresshotel entstehen. „Eine dringende Notwendigkeit“, sagt Christoph Winkelkötter von der Wirtschaftförderung im Landkreis Starnberg. Auch Gilchings Bürgermeister Manfred Walter bestätigt, „dass ein großer Bedarf besteht“.

Seit Jahren wird die Dringlichkeit eines Tagungshotels in Flughafennähe angemahnt. Unter anderem monierte dies die EDMO-Flughafenbetreibergesellschaft anlässlich eines Europaweiten Treffens von Flughafenbetreibern, die sich in Oberpfaffenhofen über moderne ökologische Enteisungsmittel informiert hatten. Zum Übernachten mussten die Teilnehmer nach München ausweichen. Ähnlich ergeht es den Firmen Webasto und RUAG und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Zuletzt mahnte Michael Rappenglück, Geschäftsführer der Volkshochschule Gilching, ein geeignetes Hotel an. Er plant für 2010 einen Weltkongress der „European Society for Astronomy in Culture“ mit bis zu 120 Teilnehmern. Nun sind auf Gilchinger Flur zwei Hotels im Gespräch. Eines soll im Gewerbegebiet Süd, neu nun auch ein Tagungshotel an der Friedrichshafener Straße entstehen. Die ghh consult GmbH startete zum neuen Projekt eine Umfrage. „Es geht nicht darum, ob ein Hotel gebraucht wird. Das dürfte fest stehen“, sagt ein Mitarbeiter. Vielmehr soll eruiert werden, welche Art von Hotel die Region benötigt. Insgesamt wurden 400 Unternehmen und Organisationen angeschrieben und um deren Meinung befragt. Die Fragen beziehen sich auf die gewünschte Größe, Qualität und Struktur. Außerdem will das Unternehmen wissen, wie viele Tagungs-, Konferenz- und sonstige Veranstaltungen pro Jahr in der Region München, speziell aber im Umfeld des Sonderflughafens durchgeführt werden. Außerdem geht es um die durchschnittliche Teilnehmerzahl und die in Frage kommende Qualität des Hotels, von einem bis zu fünf Sternen. Einsendeschluss für die Umfrage war der 12. Dezember. Christoph Winkelkötter von der Wirtschaftsförderung im Landkreis Starnberg begrüßt die Hotelpläne. „Es sind beide Hotels dringend erforderlich“, sagte er auf Anfrage. Entlang der A 96 gebe es kaum Übernachtungsmöglichkeiten und zudem keine repräsentativen Räumlichkeiten, um Tagungen und Kongresse abzuhalten. „Die Nachfrage ist sehr groß. Es ist auch ein wichtiger Standortfaktor für Firmen, die sich in der westlichen Region ansiedeln wollen.“ Auch Gilchings Bürgermeister Manfred Walter bestätigt, dass er ständig Anfragen nach Tagungsräumen und Übernachtungsmöglichkeiten erhalte. Speziell Firmen im Gewerbegebiet an der Friedrichshafener Straße erkundigten sich nach einem so genannten Boardinghaus, wo Mitarbeiter für zwei bis drei Monate bleiben können. Walter: „Wir können gut zwei Hotels vertragen. Das eine schließt das andere nicht aus. Es wäre eine Bereicherung für unsere Region.“

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