Ein echter "Hingucker"

Ob das Lied „Lobe den Herren“ zur Segnungsfeier der Tutzinger Dreifach-Halle dem Architekten Reinhard Elbl galt oder doch einer höheren Instanz, konnte am Samstagabend nicht ganz geklärt werden - Elbls Leistungen wurden jedenfalls von allen offiziellen Rednern gepriesen.

„Ein sehr gelungenes Gebäude, das weit über die Landkreisgrenzen hinaus seines Gleichen sucht“, lobte der TSV-Vorsitzende Ulrich Dillmann den Neubau. Voll des Lobes war auch Bürgermeister Stephan Wanner, der dem Kissinger Spezialisten bescheinigte, er habe mit dem aktuell auf 6,05 Millionen Euro veranschlagten Gebäude „einen Hingucker, einen Eye-Catcher“ hingelegt. Gewisse Holprigkeiten bei einzelnen Gewerken werde man auch noch hin kriegen, sagte ein versöhnlich gestimmter Rathauschef vor mehr als 200 geladenen Eröffnungsgästen und zahlreichen Kommunalpolitikern. Wie mehrfach berichtet, gab es beim Vordach und bei den Hallen-Fenstern gutachterlich festgestellte Mängelrügen, die es noch abzuklären bezhieungsweise zu beheben gilt. Der positiven Grundstimmung und der Freude über den bereits seit März genutzten multifunktional ausgelegten Neubau tat dies keinerlei Abbruch: „Wir haben bereits sehr gute Auslastung unter der Woche“, konnte Bürgermeister Wanner verkünden, „nur am Wochenende bestehen noch Vakanzen.“ Die für 800 Besucher (davon 163 Tri-bünenplätze) konzipierte Halle soll ausdrücklich auch kulturellen und politischen Veranstaltungen offen stehen – dies hatte sich die Gemeinde nochmals rund 300.000 Euro kosten lassen. Der Rathauschef warb deshalb bei der Eröffnung nochmals ausdrücklich bei Bevölkerung und Vereinen, dieses Angebot auch anzunehmen: Ein noch im März befürchtetes Defizit von 107.000 Euro pro Jahr kann und will sich die Gemeinde nicht erlauben. Dass nach einem Grundstückstausch auch der TSV Tutzing mit dem „Tutzing-Trakt“ (Dillmann) in der Halle seine neue Heimat finden konnte, freute die TSV´ler ganz besonders: Erste Gespräche zwischen Verein und Gemeinde hatte es im Jahre 2000 gegeben, die Forderung nach einer modernen, größeren Sporthalle schon viel länger - der Grundsatzbeschluss für den Multifunktionsbau fiel schließlich 2008. Ehe Pfarrer Peter Brummer und Vikar Richard Krautner nun die Einsegnung vornehmen konnten, hatte es den feierlichen Ab-schied von der alten, maroden TSV-Halle in der Greinwaldstraße gegeben – mit festlichen Umzug, Blaskapelle und Kutschen-Fahrt für die Honoratioren.:„So ist es uns gelungen, Tradition mit Moderne zu verbinden“, freute sich Dillmann, der noch einmal an die „legendären Faschingsfeste“ erinnerte, die in dem über 100 Jahre alten Bau, einer ehemaligen Reithalle, stattgefunden hatten. Nach all dem wurde es in der neuen Dreifach-Halle wieder richtig sportlich: Mit Segler- und Ruderer-Ehrungen, einer Segnungsfeier mit Gesang und einer Eröffnungsparty mit der Funk- & Soul-Band „Jam as united“.

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