Die "Edelsteine unserer Gesellschaft"

Ursula Heller (2.v.r.) sprang für Minister Söder ein. Empfangen wurde sie von Landrat Karl Roth, Kreisbäuerin Anita Painhofer (r.) und ihrer Stellvertreterin Annemarie Wunderl. Foto: Polster

Als Festredner zum diesjährigen Landfrauentag in Andechs war Markus Söder eingeladen. Durch die Ereignisse in Japan jedoch musste Bayerns Umweltminister in Berlin anrücken. Als Ersatz sprang Fernsehmoderatorin Ursula Heller ein.

Dass es doch nicht ganz ohne männliche Hilfe geht, zeigte sich am gut besuchten Landfrauentag auf dem Heiligen Berg. Zumindest für die Technik war der Einsatz von Thomas Müller, Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes in Weilheim, notwendig. „Dafür haben wir ihn ja eingestellt“, frotzelte Kreisbäuerin Anita Painhofer in das nun perfekt justierte Mikrofon. Thema ihres Vortrages war, „Bildung der Zukunft den Boden bereiten“. Die Kreisbäuerin bedankte sich unter anderem bei „meinen Bäuerinnen“, für ihr „auf ganzer Ebene“ ehrenamtliches Engagement. „Auch wenn die Arbeit nur im Kleinen abläuft, wär’ der Tropfen nicht, wär’ auch das Meer nicht“, betonte Painhofer. Viel Beifall erhielt Landrat Karl Roth für seine persönlich gehaltene Rede. Den Landfrauen versicherte er, dass er sie nicht nur als Halbedelstein, so wie es in einer Brosche der Bäuerinnen dargestellt ist, sondern dass er sie als „Edelstein in unserer Gesellschaft“ werte. Für den verhinderten Umweltminister Markus Söder stieg Fernsehfrau Ursula Heller aufs Podium, um den Landfrauen Einblick in ihre journalistische Arbeit zu geben. Dabei sparte die Moderatorin der Münchner Runde im Bayerischen Fernsehen nicht an Kritik. „Im Journalismus hält ein Sittenverfall Einzug“, bedauerte sie. Quoten zählten mittlerweile mehr, als Qualität, was dem Sensationsjournalismus entgegen komme. „Dioxin, Gorch Fock, Guttenberg, Gadaffi, Japan. Ein Thema jagt das nächste und keines wird über einen längeren Zeitraum verfolgt.“ Nach dem Mittagessen begeisterte einmal mehr der Landfrauenchor mit traditionellem Liedgut. Ferner fand eine außergewöhnliche Modenschau statt. Bauern und Bäuerinnen sowie der Nachwuchs schritten als Models über den Laufsteg. Bei pfiffiger Musik und ebensolcher Moderation führten sie Sicherheitskleidung vor, wie sie im Stall, auf dem Felde und im Wald getragen wird. Ein Video-Clip über den Landfrauentag gibt es unter www.starnberger-landpartie.de.

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