"Familie ist mein Ein und Alles" 

Edith Stenzel feiert 100. Geburtstag im Gilchinger Rotkreuzhaus

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Die Jubilarin begeistert Bürgermeister Manfred Walter und BRK Starnberg Kreisgeschäftsführer Jan Lang.

Gilching – 100 Jahre alt zu werden, ist etwas ganz Besonderes und so war einiges los im Rotkreuzhaus Gilching. Kuchen wurden gebacken und die Tische wurden festlich geschmückt. Gilchings Bürgermeister Manfred Walter und BRK Starnbergs Kreisgeschäftsführer Jan Lang nahmen daran Platz, ebenso wie Bernhard Feilzer als Vertreter des Seniorenbeirats und der Pfarrer der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Gilching-Weßling, Rainer Hess. Sie alle wollten der Jubilarin gratulieren, die nun eine von Deutschlands 16.000 Centenarians ist, also über 100 Jahre alt.

Dem schlossen sich die Mitbewohner ihrer Hausgemeinschaft an, ebenso wie der Seniorenchor, der nur zu ganz besonderen Anlässen öffentlich auftritt, wie eben an diesem 100. Geburtstag. Der Seniorenchor sag sein Ständchen und auch der Hausherr des Rotkreuzhauses, Jan Lang, setzte sich spontan ans Klavier und begeisterte mit beeindruckender Tenorstimme. Edith Stenzel genoss die Glückwünsche, freute sich aber ganz besonders über ihre drei Kinder, die mit ihr feierten: Georg (Jahrgang 45), 1947 folgte Tochter Irma und 1952 Nesthäckchen Klaus. Alle leben in München, bzw. Gilching.

Von Danzig nach Gilching

1919 in Danzig geboren, lernte Edith Stenzel Kinderkrankenschwester und half während des Zweiten Weltkrieges in einem Lazarett, wo sie ihren späteren Mann gesund pflegte. Ihr Weg führte über die Oberpfalz und Neuaubing nach Gilching. Stenzel arbeitete dort in der Post und war in der Kirchengemeinde sehr aktiv, sie sammelte Spenden und sang im Kirchenchor. Mit ihrer höflichen und zuvorkommenden Art ist sie sehr beliebt im Rotkreuzhaus. Was das Rezept für so ein langes Leben ist, vermag sie nicht zu sagen, nur dass die Familie ihr "Ein und Alles" ist. Vielleicht ist das das Geheimrezept, mit sich im Reinen sein und die Gesellschaft seiner Lieben zu genießen und außerdem am Puls der Zeit zu sein. Denn trotz ihres hohen Alters liest sie noch regelmäßig Zeitung, sofern die Augen es denn mitmachen und sie fügt hinzu: „Ich weiß noch alles und hab nichts vergessen!“

Das glaubt man ihr, wenn man sie so strahlend sitzen sieht. Die positiven Erinnerungen scheinen zu überwiegen.

Von Kreisbote

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