Ehrenamt hält Bauernverband zusammen

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Herrsching – Der Einsatz als ehrenamtliche Ortsbäuerin und Ortsobmann ist nicht selbstverständlich und nicht alltäglich und erfordert Zeit, Mut und Kreativität. Als großes Dankeschön für diesen Einsatz widmete daher der BBV-Kreisverband Starnberg seinen langjährig engagierten Obleuten eigens einen Ehrenabend.

Mit einem Abendessen im Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching bedankte sich der Bayerische Bauernverband bei „seinem Ehrenamt“ und ließ es an Blumensträußen, kulinarischen Präsenten und Ehrenurkunden nicht mangeln. Zahlreiche Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner wurden für fünf bis zu 40 Jahre Mitarbeit geehrt, mit Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet und manche (leider) auch verabschiedet. Kreisbäuerin Anita Painhofer erhielt die Silberne Ähre sowie die Ehrennadel für 15 Jahre unermüdliches Engagement an der Spitze ihrer Landfrauen im Kreisverband Starnberg und Kreisobmann Georg Zankl für seinen ebenfalls unermüdlichen Einsatz die Kreisobmann-Ehrennadel. Bayernweit zählt der vor 70 Jahren ins Leben gerufene BBV 150.000 Mitglieder, davon sind 630 im Landkreis Starnberg in insgesamt 34 Ortsverbänden beheimatet. Die Ortsobmänner und Ortsbäuerinnen repräsentieren hierbei als lokale Interessenvertreter der Landwirte die land- und forstwirtschaftlichen Belange für den jeweiligen Ort. Während sich die Ortsbäuerinnen vorwiegend gesellschaftlicher und familiärer Belange annehmen und auch bei Gesundheits- und Ernährungsfragen zuständig sind, kümmern sich die Obmänner unter anderem um die verbandspolitischen Themen und fachlichen Angelegenheiten. Kreisobmann Georg Zankl forderte in seiner Ansprache mehr Verständnis für die Landwirtschaft und die Tierhaltung. „Unsere Leute werden für ihre Tätigkeit von der Bevölkerung manchmal eher beleidigt als belohnt.“ Kreisbäuerin Anita Painhofer bekräftigte: „Viele Bürger haben heutzutage schlichtweg kein Verständnis für abendliche Feldarbeiten oder Erntetage am Wochenende. Und wenn es mal stinkt, dann stinkt es halt. Brauchtum und Tradition geben dem Dorf schließlich den unverwechselbaren Charakter, jedoch werden durch den Strukturwandel die Bauern immer weniger.“ Ein besonderes Lob für das Ehrenamt gab es abschließend auch seitens des Landkreises, vertreten durch den zweiten stellvertretenden Landrat Tim Weidner: „Indem Sie sich für eine Tätigkeit als Ortsobmann oder Ortsbäuerin zur Wahl gestellt haben, haben Sie ganz bewusst einen Weg gewählt, um mitzureden und sich für andere einzusetzen.“ kb

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