Ehrenbriefe Tutzing

Tutzinger Ehrenbriefe verliehen

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Tutzing – Die vier Tutzinger Ehrenbriefe des Jahres 2016 gehen an die Ortsgruppe Bund Naturschutz, an den örtlichen Caritas-Trödelladen mit seiner Kleiderstube, an den Gebirgstrachten-Erhaltungsverein „Würmseer Stamm“ aus Diemendorf und an das Tourismus-Büro. Bürgermeister Rudolf Krug würdigte die zu Ehrenden im Rahmen einer Feierstunde auf der Rathaustenne.

ruppe Tutzing des Bund Naturschutz schaltet sich sowohl bei gemeindlichen Planungen als auch bei überörtlichen Vorhaben ein“, sagte Krug in seiner Belobigungsansprache. Die Naturschützer verfolgten ihre Ziele in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, mit Landwirten und mit den Schulen und lieferten unter anderem einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der vielgestaltigen Landschaft im Bereich der Würm-Moräne. Die Ortsgruppe bringe darüber hinaus durch jährliche Exkursionen zu den hiesigen Biotopen Kindern, Schulklassen und Erwachsenen „die Schönheit unserer Natur nahe“, so Krug, der stellvertretend für die 240 Mitglieder den Vorstand der Ortsgruppe mit dem Ehrenbrief auszeichnete. Das ebenfalls geehrte Tourismus-Büro im historischen Vetterhaus würdigte der Bürgermeister als „erste Adresse, um in Tutzing an Informationen zu gelangen“: 16 Ehrenamtliche unter Leitung von Kristine Danschacher wirken hier seit sechs Jahren mit, 25.000 Touristen und 9.000 Einheimischen konnte man im Tourismus-Büro bei ihren Fragen weiterhelfen. Krug hob als Beispiel für den unermüdlichen Einsatz die Aktion „Lichterkette“ hervor, mit der auf den Stillstand beim „Andechser Hof“ hingewiesen wurde – erfolgreich, wie man inzwischen weiß. Die gemeindliche Investition zum Herrichten des Vetterlhauses ab 2009 habe sich wirklich gelohnt, stellte der Bürgermeister zufrieden fest. Der Gebirgstrachtenverein „Würmseer Stamm“ aus Diemendorf, 1920 gegründet und seit 1995 mit in Eigenleistung errichtetem Vereinsheim, habe viele Male aktiv an Veranstaltungen mit Trachtentänzen und Plattlern teilbegommen und so das „Miteinander in Tutzing gefördert“, lobte Krug. Der momentan samt Jugend 130 Mitglieder zählende Verein richtete unter der Führung von Georg Schuster sen. später Georg Kreutterer und Nikolaus Friesenegger, gemeinsam mit der „Tutzinger Gilde“ lange Jahre das beliebte Seefest aus und habe sich auf vielfältige Weise um Tutzing verdient gemacht, so der Rathauschef. Mit der Gründung der Kleiderstube im Quinthaus legte der „Trödelladen“ der Caritas schon 2003 die Grundlage seines heute segensreichen, sozialen Wirkens: Der2009 in den alten Pfarrsaal umgezogene Trödelladen mit Kleiderstube „basiert auf der Idee, dass Dinge, von denen sich der Eine trennnen möchte, für den Anderen noch von Wert sein können.“ Aus Tutzinger Kleiderschränken oder Nachlässen biete sich „so manches Schnäppchen“, wusste Krug zu berichten. Das 20-köpfige Team öffnet die Kleiderstube derzeit vier Mal pro Woche - nach Meinung der Ehrenbrief-Jury (Gemeinderäte) sei es „ein exzellentes Beispiel für Solidarität und zukunftsweisendes bürgerliches Engagement in Tutzing“.mps

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