"Ein Deal, der sich sehen lässt und der trägt"

Sport-Aktionstag zum 30-Jährigen der Starnberger Brunnangerhalle

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Die Turner des TSV Starnberg zeigten ihr Können.

Starnberg - Am Samstag feierte der TSV Starnberg das 30-jährige Bestehen der Brunnangerhalle mit einem großen Sport-Aktionstag. Insgesamt 150 Besucher konnte Starnbergs größter Sportverein anlocken - dem Ausflugwetter zum Trotz.

Den Anfang machte ein Empfang für geladene Gäste. Zahlreiche ehrenamtliche Kräfte im TSV folgten der Einladung ebenso wie die Stadträte Stefan Frey, Patrick Janik, Angelika Kammerl, Martina Neubauer, Gerd Weger und Sportreferent Winfried Wobbe. Im offiziellen Programm, durch das Leon Morelli gekonnt führte und durch die Schüler-Band "WSDNS" des Gymnasiums Starnberg musikalisch bestens untermalt wurde, sprach TSV-Präsident Heinrich Frey die Begrüßungsworte. Der Alt-Landrat gab zunächst einen kurzen Überblick, wie aus der alten Vereinshalle die neue, moderne Brunnangerhalle wurde. Er lobte seine Vorgänger Otto Schuck (bereits verstorben) und den anwesenden Ehrenpräsident Fritz Bachmayr für ihre "visionäre Idee, die heute wohl nicht mehr umsetzbar wäre." 

Das Konzept

Der TSV stellt das Grundstück, die Stadt Starnberg baut darauf die Halle im Erbbaurecht. Beide Seiten haben dadurch gewonnen: die wachsende Stadt konnte mehr Stunden im Schulsport anbieten, der an seine Kapazitätsgrenzen gelangte Sportverein konnte sich weiterentwickeln. In den ersten Jahren nach der Halleneröffnung wuchs der TSV von 1.500 auf über 3.000 Mitglieder – eine Zahl, die bis heute (aktuell: 2.900) fast Bestand hat. "Ein Deal, der sich sehen lässt und der trägt", lobte Frey daher, auch im Namen seiner Vorstandskollegen Hans Jungwirth und Petra Otterbach. "Möge dies ein Beispiel sein für das Miteinander von Sportverein und Stadt." Für die Stadt Starnberg sprach im Anschluss der zweite Bürgermeister Dr. Klaus Rieskamp, der die kurzfristig erkrankte Eva John vertrat. Er begrüßte die Alt-Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger und besonders Heribert Thallmair, der zur Bauzeit die Geschicke Starnbergs leitete. Rieskamp lobte den Verein für die gute Zusammenarbeit mit Stadtrat, Verwaltung und Bürgermeister: "Uns freut es, dass sich die Stadt auf die TSV-Verwaltung verlassen kann." Immerhin hat sich die Stadt das Bauwerk, das am 23. Juni 1989 nach nur zwei Jahren Bauzeit der Öffentlichkeit übergeben werden konnte, 18 Millionen D-Mark kosten lassen. Eine Summe, die Rieskamp mit dem aktuellen Projekt Seebad verglich. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, stand für den zweiten Bürgermeister außer Frage: "Es ist auch nach 30 Jahren unübersehbar, dass ein Bauwerk mit ganz besonderer Architektur in die Stadt eingebunden wurde." Es verstehe sich daher, die Halle stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Für diese Arbeiten zum Erhalt des Ensembles lobte Rieskamp ausdrücklich die städtische Bauverwaltung und den Hochbau, vertreten durch Stadtbaumeister Stephan Weinl. Außerdem trat noch Heribert Thallmair ans Rednerpult. Dem Alt-Bürgermeister, selbst immer noch im TSV aktiv, war es eine Herzensangelegenheit, seinem damaligen, schon verstorbenen Stellvertreter zu danken. "Heiner Janik ist es zu verdanken, dass diese wunderschöne Halle so entstanden ist." Damals habe es viele Zweifel gegeben - Thallmair stellte heraus, dass ohne den Einsatz seines Vize die Brunnangerhalle "sicher nicht in dieser modernen Form" entstanden wäre. Der langjährige Rathauschef schloss mit einem Dank an Stadt und Verein, "dass sie die Halle erhalten und nicht herunterkommen lassen." 

Show-Einlage der Oberliga-Tischtennisspieler und vieles mehr zum Mitmachen

Danach war der TSV an der Reihe: von den Darbietungen der Turnerinnen und Turner, der TaeKwonDo-Kampfsportler und der Capoeira-Gruppe bis hin zum Ausschnitt aus dem dynamischen Gymnastik-Programm HIIT (High Intensity Intervall Training) und einer Show-Einlage der Oberliga-Tischtennisspieler - jeder Auftritt begeisterte das Publikum. Doch nicht nur Zuschauen, Mitmachen war angesagt: Basketball, Badminton und Tischtennis in der Halle - in den Studios Yoga, Sinchi, Hip Hop-Workout und vieles mehr. Erst nach 20 Uhr hatten die Sportler dann genug und zogen dem Spinning zum Abschluss die wohlverdiente Dusche vor. Auch wenn sich die vielen Helfer und Aktiven mehr Resonanz gewünscht hätten - es war ein langer, unterhaltsamer, vor allem aktiver Tag in der Brunnangerhalle, der die Balance zwischen Sport und Festakt stimmig fand. 

Die Abteilungen im TSV Starnberg werden im Verlauf des Jahres weitere Sport-Events zum 30-jährigen Jubiläum der Brunnangerhalle anbieten. Den Anfang machen zwei Badminton-Turniere am 29. (für Doppel) und 30. Juni (Dreierteams). Infos unter: tsv-starnberg.de/badminton.

Von Benedikt Pohlus

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