Eine Attraktion mehr

Das Museum Starnberger See ist um eine Attraktion reicher: ein Modell des Salondampfers „Luitpold“. In der vergangenen Woche übergab der Münchner Modellbauer Anton Happach die im Maßstab 1:100 erbaute Miniatur-Nachbildung an Museumsleiterin Frauke Oelbauer und Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger. Der freute sich besonders. Immerhin kannte der am See aufgewachsene Rathauschef das 1955 verschrottete Schiff noch im Original.

1.500 Arbeitsstunden hat Anton Happach investiert, um das Modell detailgetreu nach zu bauen. Im übrigen bereits zum zweiten Mal. Sein erster „Luitpold“-Salondampfer (im Maßstab 1:50), den er bereits vor 20 Jahren schuf, steht heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Weil das Modell dort bleiben soll, machte er sich für Starnberg nun ein zweites Mal ans Werk. Der 1890 von J. A. Maiffai entworfene Salondampfer „Luitpold“ – benannt nach dem damaligen Prinzregenten Luitpold von Bayern – zählte wegen seiner prächtigen Ausstattung zweifelsohne zu den schönsten Schiffen in Deutschland und bot Platz für 1.200 Passagiere. Die vergoldete Reling hatte der Hofkunstschmied Moradelli geschaffen – das bayerische Wappen auf dem Radkasten ist ein Entwurf des Münchner Malers Professor Rudolf Seitz – und die Bugfigur „Triton“ stammte vom Münchner Hofbildhauer Rudolf Maison. Mit der Umbenennung in „München“ 1919 ersetzte man die originale Ausstattung durch schlichtes Mobiliar. 1955 wurde der Dampfer verschrottet. Nun ist das Prachtschiff von einst in Miniatur im Museum Starnberger See zu bewundern. Als Bauunterlagen dienten Anton Happach die Originalpläne aus der Plansammlung des deutschen Museums in München sowie Fotos und historische Postkarten des Schiffes.

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