Eine Ära ist zu Ende

Pöcking – Eine Ära ist zu Ende: Nach fast 30 Jahren an der Spitze des Pöckinger Faschingsclubs (PFC) trat Präsident Albert Luppart zurück und stellte sich bei der Jahresversammlung in der vergangenen Woche nicht mehr zur Wiederwahl. „Man muss aufpassen, dass man den Zeitpunkt einer Übergabe oder eines Rücktritts nicht verpasst. Ich glaube kurz vor dem 30-jährigen Jubiläum ist hierzu der richtige Tag gekommen“, sagte er sichtlich gerührt in seinem letzten Rechenschaftsbericht als PFC-Präsident. Als sein Nachfolger wurde einstimmig der bisherige PFC-Vizepräsident Horst Curth gewählt. Luppart bleibt dem Verein im Elferrat erhalten.

Schon lange hatte Albert Luppart - Gründungsmitglied und bisher einziger Präsident des PFC seit der Gründung im Jahre 1980 - angedeutet, dass er das Zepter gerne an einen Jüngeren abgeben würde. Bisher hatte er sich allerdings immer wieder zum Weitermachen überreden lassen. Nun ist endgültig Schluss. Als Begründung führte Luppart die immer größer werdende beruflichen Auslastung als Geschäftsführer für die „Peter Maffay-Stiftung“ sowie auch sein verstärktes Kommunalpolitisches Engagement an. Neben seinem Ämtern als Orts- und Kreischef der Freien Wähler sowie als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Pöcking hatte er zuletzt das Amt des Vize-Landrats übernommen. Albert Luppart - ein Organisationstalent sondergleichen - prägte den Verein wie kein zweiter. Er war der Motor: Unter seiner Ägide wurde die Showtanzgruppe des PFC, die „Dancing Mania“, weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt - und auch die Gala-Bälle in der Maxhofkaserne sind legendär. Für sein Engagement bekam Albert Luppart 2001 sogar das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für besondere Verdienste im Amt „Albert hat immer alles 200prozentig gemacht“, lobte Bürgermeister Rainer Schnitzler den scheidenden PFC-Präsidenten für dessen „tolle Arbeit“. Unter Lupparts Leitung habe der PFC aber nicht nur hervorragende Jugendarbeit geleistet, sondern „auch den Weg geebnet“ und sei mitverantwortlich für das gute Verhältnis der Gemeinde zur Bundeswehr. Künftig wird der Faschingsclub von Horst Curth geführt. Dem bisherigen Stellvertreter steht als neue Vize-Präsidentin nun Silvia Repert zur Seite sowie ein verjüngter Elferrat. Trotzdem er „Lupparts Fußstapfen nie werde ausfüllen können“, warb Horst Curth für Unterstützung für den neuen Vorstand. Die Zeiten sind nicht einfach: Die finanzielle Situation des Vereins wird immer schwieriger. „Unser Niveau kostet Geld“, hatte Albert Luppart zuvor in seinem letzten Rechenschaftsbericht noch geäußert. Mit den gebuchten Auftritten der Aktiven lasse sich nur noch begrenzt Geld verdienen. Das mindere aber nicht die Freude am Tanzsport. Weiterhin ist der Zustrom junger Menschen zum PFC ungebrochen. Der erste öffentliche Auftritt des neuen PFC-Präsidiums findet am Sonntag, 14. November statt, wenn am Forsthaus am See die Prinzenpaare für die Jubiläumssaison vorgestellt werden.

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