"Eine historische Entscheidung"

Der Protest hat nichts genutzt: Der Inninger Gemeinderat hat die umstrittene Entlastungsstraße abgesegnet. Foto: pop

„Es war eine historische Entscheidung“, jubelt Innings Bürgermeister Werner Röslmair. In der Ratssitzung am Dienstag wurde mehrheitlich die umstrittene Entlastungsstraße abgesegnet. Die Kosten liegen bei rund vier Millionen Euro.

Zum jahrelangen Zankapfel wurde die Forderung nach einer Entlastung der Ortsmitte von Inning. Während die Anwohner auf eine jahrzehntelange gesundheitsschädliche Lärmbelastung und Eltern auf die Gefahr für Kinder auf dem Schulweg hinwiesen, monierten die Gegner der geplanten Entlastungsstraße den Flächenverbrauch und die Zersiedelung der Landschaft. Mit Transparenten und Flugzetteln kämpften sie gegen das Projekt. Das Ratsgremium entschied sich am Dienstag nun gegen die Stimmen der Grünen-Fraktion für den Bau der Trasse. Die Kosten liegen bei rund vier Millionen Euro, wobei der Bau mit 70 bis 85 Prozent staatlich bezuschusst wird, erklärte Röslmair. „Dies bedeutet, dass zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro bei der Gemeinde hängen bleiben. Das ist es aber Wert, um die Menschen vor gesundheitsschädlichen Einflüssen zu schützen“, betonte er. Inning stehe nämlich bereits in der Kritik der Europäischen Lärmschutzkommission, die mehrere Lärmbrennpunkte entlang der Hauptstraße festgemacht hat. „Bis spätestens 2013 hätten wir ein Konzept erarbeiten müssen, wie sich der Lärm reduzieren lasse. Doch das Aufbringen eines so genannten Flüsterasphalts hätte auch nicht die erhoffte Lösung gebracht.“ Mit dem mehrheitlichen Beschluss bestehe nun die Möglichkeit, nicht nur den Anwohnern eine Entlastung in Aussicht zu stellen. „Mit einfachen Mitteln lässt sich auch der Ortskern attraktiver gestalten“, freut sich Rathauschef auf die Umsetzung des Projekts. „Wir können dann die Durchgangsstraße für den Lkw-Verkehr sperren, Teile des Baches wieder freilegen und verkehrsberuhigte Zonen schaffen. Die Voraussetzung dafür aber war die Umgehungsstraße.“ Die Trassenführung geht zwischen dem Ortsteil Schorn, unterhalb des Hügels, und der Hauptstraße und hinter den Sportplätzen vorbei. „Es wird zwar noch zehn bis 15 Jahre dauern, bis die Straße in Betrieb genommen werden kann. Aber ein Anfang ist gemacht.“

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