125 Wohnungen in drei Varianten

Einheimischenmodell "Am Wiesengrund" auf den Weg gebracht

+
Das Einheimischenmodell "Am Wiesengrund" wurde auf den Weg gebracht: 125 Wohnungen in drei Varianten.

Starnberg – Am Wiesengrund im Starnberger Süden werden 51 Reihenhäuser mit insgesamt 125 Wohnungen entstehen. Der Bauausschuss brachte den entsprechenden Bebauungsplan am vergangenen Donnerstag einstimmig auf den Weg: Nach der mehrwöchigen öffentlichen Auslegung des Plans könnte im Juni bereits mit dem Bewerberverfahren begonnen werden – einzig die verkehrliche Anbindung des Neubaugebiets (etwa zwischen Schmalzhof und Prinzeneiche gelegen) bereitet Kopfzerbrechen.

Eine direkte Zufahrt zur Bundesstraße 2 lehnen die Fachbehörden wegen des damit verbundenen Gefahren ab, eine Anbindung über den Schmalzhof (auf Pöckinger Flur) ist wegen schützenswerter Biotop-Flächen nicht möglich, und auch der „schleichende Seeabstieg“ (Zitat Otto Gassner) über den Oberen Seeweg soll nicht noch weiter befördert werden. Die einzig verbleibende Zufahrt zum Erschließungsgebiet „Am Wiesengrund“ würde über demnach den Waldspielplatz und die Jahnstraße führen. Ob eine wünschenswerte Anbindung über den Wirtschaftsweg am sogenannten Maxhof-Kreisel machbar ist, dürfte von Gesprächen mit der Nachbargemeinde Pöcking (aber auch wieder mit den Verkehrsbehörden) abhängen - im Pöckinger Bebauungsplan ist bislang nichts dergleichen vorgesehen. Die Erschließungsfrage soll bis 2019 endgültig geklärt sein.

Stellflächen in Form von Sammelparkplätzen

Der Gewinner-Entwurf des Büros AKFU (Planerin: Sandra Urbaniak) sieht für das Einheimischenmodell selbst zwei- bis dreigeschossige Reihenhäuser mit drei flankierenden, verkehrsberuhigten Stichstraßen vor, an deren Enden wiederum zwei größere Geschosswohnungsbauten mit gemeinsamer Tiefgarage geplant sind. Die Modellvarianten für die Reihenhäuser sehen entweder abgesenkte Doppelgaragen oder Carports (unter vorspringenden Obergeschossen nebst Dachterrassen) vor – Stellflächen soll es vor den Häusern, aber auch in Form von Sammelparkplätzen am Ende der Reihenhauszeilen geben. Laut Planerin sollen die verschiedenen Haustypen auch unterschiedliche Interessenten ansprechen, wobei „je nach Nachfrage“ noch Konzeptveränderungen möglich seien. Die gesamte Wohnanlage wird - im Norden Richtung Jahnstraße und im Südwesten Richtung B 2 - von parkartigen Grünflächen inklusive eines Spielplatzes im Süden umgeben sein (Landschaftsplanerin ist Olga Ulanovskaya vom Büro Hinnenthal-Schaar).

Keine konkreten Zahlen

UWG-Stadtrat Otto Gassner schätzte die Baukosten auf 2.000 Euro pro Quadratmeter, was auf Preise von einer halben Million Euro je Haus hinausliefe – plus Erschließungskosten womöglich. Konkrete Zahlen mochten am Donnerstag weder die Planer noch die Stadt nennen – mit der Frage der Subventionierung des Einheimischenmodells wird man sich erst im April beschäftigen. Bezugsfertig sein wird das Neubaugebiet nicht vor 2020.

Von mps

Auch interessant

Meistgelesen

Finja Lisbeth ist 2018 das 3000. Baby im Klinikum Starnberg 
Finja Lisbeth ist 2018 das 3000. Baby im Klinikum Starnberg 
Keine Stille Nacht allein unterm Baum
Keine Stille Nacht allein unterm Baum
52-Jähriger nach Explosion einer Heizungsanlage in Berg verletzt
52-Jähriger nach Explosion einer Heizungsanlage in Berg verletzt
"Würden wieder bei Null anfangen"
"Würden wieder bei Null anfangen"

Kommentare