Neues aus dem Starnberger Stadtrat

Einmütiges Votum für die Erhaltung des „Bayerischen Hof“ - 5-Punkte-Grundsatzbeschluss soll jetzt Klarheit bringen

Bayerischer Hof
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Das Schicksal des „Bayerischen Hofs“ bewegt derzeit viele Menschen in Starnberg.

Starnberg - Der „Bayerische Hof“ soll „mindestens in seinem äußeren Erscheinungsbild“ erhalten werden, ebenso das Rondell vor dem historischen Gebäude und die benachbarte „Villa Bayerlein“ (aktuell von der Volkshochschule genutzt). Auf diese grundsätzliche Linie legte sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig fest. Der fünf Punkte umfassende Grundsatzbeschluss sieht vor, sämtliche relevanten Bestandsunterlagen zu den genannten Objekten zusammenzufassen, um eine spätere Gesamtkonzeptplanung zu ermöglichen.

Unabdingbare Voraussetzung hierfür soll eine „umfassende Untersuchung des Zustands“ der historischen Bauten sein, wobei insbesondere „Standsicherheit, Sanierungsfähigkeit und die Möglichkeit der Wiedereröffnung“ des „Bayerischen Hof“ zu klären sind – sollte es nach einer entsprechenden Positiv-Begutachtung des Ist-Zustandes rechtssicher möglich sein, will Bürgermeister Patrick Janik sich dafür einsetzen, dass zumindest die gastronomischen Freiflächen der griechischen „Taverna“ noch in diesem Sommer wieder genutzt werden können. 

Mit Blick auf das langfristige Vorgehen bei dem insgesamt 7.500-Quadrat-meter großen Gelände („Bayerischer Hof“ plus „Villa Bayerlein“ samt Freiflächen) wurde die Verwaltung beauftragt, Abstimmungsgespräche mit dem Landesamt für Denkmalschutz zu führen – festgelegt wird in dem Fünf-Punkte-Beschluss ausdrücklich, dass ein Verkauf des 1865 erbauten und von vielen Starnbergern als Wahrzeichen ihrer Stadt empfundenen Gebäudes „nicht angestrebt“ werde und nur eine Vergabe in Erbbaurecht in Frage komme: Ein noch zu findender möglicher Investor wäre hinsichtlich Nutzung und Gebäude-Erhalt somit an Vorgaben der Stadt gebunden. 

Im Zuge des von zahlreichen interessierten Bürgern wie auch von den Pächtern aufmerksam verfolgten öffentlichen Teils der Ausschusssitzung am Donnerstag gab es für den Beschluss und einzelne Diskussionsbeiträge immer wieder spontanen Beifall: Das Schicksal des „Bayerischen Hofs“, es bewegt offenkundig viele Menschen in Starnberg. 

Thomas Lochte

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