Einnahmen: Vier Millionen Euro Grenze geknackt

Gratulierten Veronika Sanktjohanser (2.v.l.) und Benedikt Baur (2.v.r.) zu jeder Menge geleistete Stunden als Betriebshelfer. Stephanie Kögel (l.), Mitarbeiterin im Maschinenring, Rudi Fischhaber (M.) und Markus Painhofer (r.) Foto: Polster

Das erste Mal seit Gründung des Maschinen- und Betriebsrings Starnberg, mit Sitz in Andechs, wurden auf der Einnahmenseite die vier Millionen Euro Grenze (4.109.219 Euro) überschritten, erklärte Geschäftsführer Rudi Fischhaber am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung im La Trattoria in Drößling. Wobei knapp drei Millionen Euro über die GmbH und gut eine Million Euro durch den Verein eingenommen wurden.

Größte Posten waren Einnahmen durch Schlepper-Dienste und Transporte (518.900 Euro) und Einnahmen durch die Hilfe bei der Getreideernte (320.133 Euro). Über den Winterdienst wurden 402.000 Euro eingenommen. Insgesamt zählt der Verein 759 Mitglieder, die über 22.261 Hektar bewirtschaftetes Land verfügen und jährlich insgesamt 45.648 Euro Beiträge bezahlen, betonte Fischhaber. Vereinsvorsitzender Markus Painhofer berichtete über die positive Entwicklung im Bereich der Betriebshelfer. Waren es 2010 lediglich 2.400 soziale Stunden, die abgerufen wurden, leisteten die zehn bis 15 zur Verfügung stehenden Betriebshelfer im Vorjahr 6.500 soziale Stunden. „Das macht 50 Prozent mehr, die wir vermitteln konnten“, freute sich Painhofer. Bei den Betriebshelfern handelt es sich vorwiegend um Jungbauern und -bäuerinnen, die dann einspringen, wenn auf einem anderen Hof der Bauer ausfällt. In erster Linie wird vom Betriebshelfer dann die Stall- und Erntearbeit übernommen. Anders die zwei zur Verfügung stehenden Dorfhelferinnen, die die Hausfrau innerhalb der Familie vorübergehend ersetzen sollen und auch über den Maschinenring vermittelt werden. „Vor kurzem hat mir ein Landwirt erzählt, dass er einfach nur mal ausspannen wollte und seine Frau für ein Wochenende zu einem Wellness-Urlaub eingeladen hat. Am Hof hat der Betriebshelfer seine Arbeit übernommen. Es lief alles reibungslos. Das Ehepaar war begeistert und hat sich wirklich gut erholt.“ Painhofer eröffnete außerdem, dass der Maschinenring ein 1.181 Quadratmeter große Fläche beim Gewerbegebiet Rothenfeld angekauft hat. Auf lange Sicht ist dort der neue Standort der Geschäftsstelle geplant. Derzeit ist der Maschinenring lediglich Gast auf dem benachbarten Baywa-Gelände in Rothenfeld. Wann jedoch die Baupläne umgesetzt werden, steht noch nicht fest. Painhofer: „Wir haben das Grundstück aber schon mal mit Kies verfüllt.“ Zum Thema Agrar-Recht in Bezug auf erneuerbare Energien, explizit Biogas und Windkraft, informierte Fachanwalt Ralph Bauer. Außerdem gab es für Veronika Sanktjohanser und Benedikt Baur je eine kleiner Anerkennung für die meisten geleisteten Stunden als Betriebshelfer. Sanktjohanser war im Vorjahr 461 Stunden und Baur 745 Stunden im Einsatz.

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