Elternbeirätinnen des Starnberger Gymnasiums schlagen Alarm

Wasserschäden, Sicherheitsmängel, Verschmutzung  

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Lose, herabhängende Kabel, verschmutzte Wände und weitere Sicherheitsmängel im Zuge der Sanierungsarbeiten am Starnberger Gymnasium haben die Elternbeirätinnen auf den Plan gerufen. In der jüngsten Stadtratssitzung monierten sie die Zustände.

Starnberg – Elternbeirätinnen haben bei der Bürgerfragestunde vor der Stadtratssitzung dringliche Sanierungsmaßnahmen am Gymnasium eingefordert. Anlass war der Tagesordnungspunkt „Baumaßnahmen im Gymnasium im Jahr 2018“.

Demnach sollte heuer ein weiterer Bauabschnitt im Bereich „Physik“, die Verteilung der Heizungsanlagen der Schule, der zweite Bauabschnitt des Lehrerzimmers und die WC-Sanierung realisiert werden. Nachdem die Elternbeirätinnen an weitere baulich marode Details erinnnert und sofortige Abhilfe verlangt hatten, wurde das Thema von der Sitzung genommen: Wegen Überlastung der Bauverwaltung könne der Sanierungsfahrplan für das Gymnasium laut Bürgermeisterin Eva John bis April nur zum Teil und verzögert umgesetzt werden.

Überlastung und Armutszeugnis für die Stadt

Die Elternbeirätinnen monierten unter anderem Wasserschäden, verschmutzte Wände und Sicherheitsmängel durch lose Versorgungskabel, weil die geplante Teeküche (erster Bauabschnitt) noch nicht fertiggestellt wurde. Der Protest der Schüler-Eltern richtet sich generell dagegen, dass die für dieses Jahr vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen zum erheblichen Teil erst 2019 stattfinden sollen. Es sei ein „Armutszeugnis“ für die Stadt, wenn sie ihr Gymnasium mit rund 1.000 Schülern und 85 Lehrkräften derart vernachlässige, so der Tenor der erzürnten Mütter am vergangenen Montag.

Demnächst stehen auch noch die Informationstage für die Eltern der kommenden Fünftklässler an: Wie man denen denn den äußeren Zustand der Schule erklären solle? Bürgermeisterin John hatte in der Montagssitzung erklärt, dass es weder am Geld fehle (der Landkreis finanziert die Maßnahmen zum Teil mit; d. Red), noch am guten Willen der Stadt, die Sanierungsarbeiten zu vollenden, dafür aber am Personal. 

Inzwischen haben zwei Fraktionen in Form von Dringlichkeitsanträgen die sofortige Umsetzung der für 2018 vorgesehenen und mit entsprechenden Haushaltsmitteln ausgestatteten Sanierungsarbeiten gefordert: Angelika Wahmke, Vize-Bürgermeister Klaus Rieskamp und Johannes Bötsch (BLS) sowie Angelika Kammerl (Parteifreie) – im Namens der BLS eingebrachten Antrag heißt es zur Begründung: „Mit Beschluss des Stadtrats vom 26.2.2018 wurde der am 22.2.2018 vorberatene Tagesordnungspunkt (Baumaßnahmen im Gymnasium im Jahr 2018; d.Red.) von der Bürgermeisterin zurückgestellt. Damit steht der Beschluss zur Stadtratssitzung am 22.3.2018 erneut an. Eine weitere Rückstellung über den 22.3.2018 hinaus wäre für das Gymnasium und seine Schüler nachteilig, da ansonsten weitere Bauvorhaben der Stadt den dringenden Sanierungsmaßnahmen vorgezogen würden.“

Die Eilbedürftigkeit sei insbesondere gegeben, so die BLS in ihrer Begründung, da die Baumaßnahmen in diesen Pfingst- und Sommerferien stattfinden müssen.

Von mps

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