Ende an der Josef-Schöfer-Brücke

Um den von der Autobahn A 96 ausgehenden Verkehrslärm deutlich zu reduzieren, lässt die Gemeinde Gräfelfing einen lärmmindernden Dünnschichtheißbelag aufbringen, so Bürgermeister Christoph Göbel in der jüngsten Gemeinderatsratssitzung. Ursprünglich war ein zweifach offenporiger Asphalt vorgesehen. „Da bei diesem Belag die Lärmminderung nach fünf Jahren nachlässt, haben wir uns jetzt für einen neu entwickelten lärmmindernden Dünnschichtheißbelag entschieden.“

Bezogen auf Lkws liege die Lärmminderung zwischen fünf und sieben Dezibel, so Göbel. Der Dünnschichtheißbelag soll zwischen Kilometer 164,4 und 167,4 aufgetragen werden. Dabei beteiligt sich die Gemeinde Gräfelfing mit zwei Drittel und der Bund mit einem Drittel der Herstellungskosten, sofern seitens der Autobahndirektion eine Zusicherung abgegeben wird, dass die Instandsetzung des Dünnschichtheißbelages alle acht Jahre erfolgt. Sollte der Belag längere Zeit liegen, ist eine anteilige Kostenrückerstattung an die Gemeinde zu vereinbaren. Die Unterhaltsaufwendungen übernimmt der Freistaat Bayern. In der jüngsten Bauausschusssitzung wurde das Ingenieurbüro Haas aus Gräfelfing damit beauftragt, die Zusatzkosten der Fortführung der Maßnahme in westlicher Richtung bis zum Autobahndreieck München Südwest zu ermitteln und die Mitbaumöglichkeit mit der Maßnahme zu überprüfen. Die Mehrkosten hierfür liegen zwischen 170.000 und 180.000 Euro. Wegen technischer Verkehrsführung, so Robert Haas, stimmt die Autobahndirektion Südbayern einer Fortführung der Maßnahme nicht zu. Somit bleibt es bei der Belagserneuerung auf einer Länge von drei Kilometern und endet an der Josef-Schöfer-Brücke. Und zwar genau an der Stelle, wo gerade die Erhöhung der Autobahn beginnt und es dadurch besonders laut ist. Christoph Göbel gab sich nicht damit zufrieden, dass die Verlängerung des lärmmindernden Belages wegen eines nicht überfahrbaren Mittelstreifens scheitern soll. Während der Bauarbeiten sei eine veränderte Verkehrsführung im Baustellenbereich notwendig. Hierfür bedarf es einer geeigneten Überfahrtsrampe um den Verkehr auf die Gegenfahrbahn zu leiten, teilte Haas mit. Gerade in diesem Streckenabschnitt ist eine Überfahrt aufgrund von 50 Zentimeter Überhöhung nicht möglich. „Das kann man sich ungefähr so vorstellen, als ob man gegen eine 50 Zentimeter hohe Bordsteinkante fährt.“ Göbel fand es absurd, dass die notwendige Fortführung der Lärmschutzmaßnahme wegen „50 Zentimeter“ scheitern soll. „Geht nicht gibt’s nicht“, sagte Göbel und schlug dem Gremium vor, eine Verlängerung bis zum Halbanschluss Freiham erneut zu überprüfen und zu planen. Notfalls muss mit hohem technischen Aufwand die Überfahrt realisiert werden.

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