Schön geworden

Endlich: SC Weßling bezieht neues Vereinsheim

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Mit der Fertigstellung des neuen Vereinsheims hat der SC Weßling nun auch eine moderne Geschäftsstelle.

Weßling - Der SC Weßling hat ein neues Vereinsheim. Der jüngst fertiggestellte lichte Bau ist multifunktional, energieautark und bietet neben einem 90-Quadratmeter-Saal auch jede Menge Platz für Vereins-Besprechungen, Sanitäreinrichtungen sowie das Geschäftsstellenbüro.

Zufrieden erinnert sich Dr. Henrik Rebhan heute an das einstmals auf dem Gelände befindlich marode Sportlerhäusl. „Eine schimmelige muffige Bruchbude. Es hat geblasen, wenn man den Kids beim Fußball zugeschaut hat“, so der Vorstand des SC Weßling. Vor vier Jahren startete der SC Weßling erste Überlegungen zu einem Neubau. Am Montag führte Rebhan nun Bürgermeister Michael Sturm, Altbürgermeister Michael Muther sowie weitere Interessierte durch geschickt verwebte 300 Quadratmeter Grundfläche. „Wunderschöner geht es nicht“, schwärmt Planer Clemens Pollok. „Die Kunst war, den Vereinsbereich, den Saal und das Büro auf 300 Quadratmetern zu realisieren. Wir haben viele Synergien geschaffen und Doppelnutzungen“, erklärt der Architekt. Der Sanitärbereich mit sechs großzügigen Duschen ist teilweise von innen und von außen begehbar, der komplett verglaste Aufenthaltsraum lädt schon jetzt zu gemütlichen Runden ein und schafft zugleich freien Blick auf den Fußballplatz. 

Die frisch bezogene Geschäftsstelle hat neben einer Galerieempore auch Büro-Nostalgie zu bieten. Beim Anblick von Pfarrer Anton Brandstetters Tisch bleibt Gemeinderat Peter Weiß nicht ungerührt: „Da hab‘ ich schon gebeichtet.“ Besonders stolz ist Claudia Bruns auf den Technikraum. „Unser Schatzkästlein“, sagt die Schriftführerin des Vereins und erklärt, dass der SC Weßling sich mit der topmodernen hauseigenen Photovoltaikanlage komplett selber mit Strom, Wasser und Heizenergie versorgt. „Es ist so kalkuliert, dass abends 30 Leute duschen können.“ Freiräume schafft vor allem der große Spiegelsaal, der laut Bruns mit Yoga, Kindertanz oder Move „eigentlich fast schon voll gebucht ist.“ Seit nunmehr vier Wochen läuft der Probebetrieb. Thomas Stremel, Schatzmeister beim SC Weßling, freut sich über die neugewonnene Unabhängigkeit in Sachen Platz: „Das, was wir für früher in den Pfarrstadl ausgelagert haben, können wir jetzt zurückholen.“ 

Auch der Rathauschef zeigt sich zufrieden: „Es ist schön geworden. Es passt zu dem, was der Sportverein braucht. Keine ganz günstige Lösung.“ Die Baukosten von rund 780.000 Euro hat die Gemeinde mit Zuschüssen und Bürgschaften für Darlehen tatkräftig mit angeschoben. Auf den letzten Schliff des neuen Vereinsheims drängen jetzt vor allem die aktuell noch kiesigen Außenanlagen, machte Rebhan machte am Montag. „Die sollen schleunigst fertigwerden, damit wir uns den Boden im Vereinsheim nicht kaputtmachen“, so der Vereinsvorsitzende.

Von Nilda Höhlein

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