Energieautarkie ist das Ziel

Die Kläranlage Eching hat noch Kapazitäten frei. Foto: Polster

„Energieautark“ ist der Weg, den die Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe in Herrsching verstärkt gehen. Dazu sollen in Zusammenarbeit mit den sieben Mitgliedsgemeinden diverse Projekte auf den Weg gebracht werden. Unter anderem ist eine enge Kooperation mit dem Abfallzweckverband Starnberg (AWISTA) und dem Abwasserzweckverband Ammersee West geplant.

Noch werden regelmäßig die braunen Biotonnen vom Abfallzweckverband Starnberg abgeholt und zum Kompostieren in die Abfallverwertung nach Augsburg gebracht. „Das bedeutet, viel Aufwand, hohe Kosten und kein Nutzen“, erklärt Gerd Mulert, Projekt-Berater bei der den Ammerseer- Wasser- und Abwasserbetrieben AWA in Herrsching. Bei 8.500 Tonnen jährlich sei man beim AWISTA, dem Mulert als stellvertretender Vorsitzender angehört, auf die Idee gekommen, aus dem Bioabfall Energie zu gewinnen. „Die Frage war nur, wo und wie?“, sagt Mulert. Nachdem etliche Standorte kritisch unter die Lupe genommen und bis auf die Grüngutanlage in Hadorf als nicht geeignet abgehakt wurden, bot die AWA an, die freien Kapazitäten der Kläranlage Eching mit zu nutzen. Die Anlage, in der seit 50 Jahren Klärschlamm verarbeitet wird, gehört je zur Hälfte der AWA und dem Abwasserzweckverband West. „Es gibt da einen leer stehenden Faulturm, die Logistik ist optimal und außerdem steht gutes Personal zur Verfügung“, zählt Mulert die Vorzüge auf. Dem Vorschlag nicht abgeneigt gab die AWISTA eine aufwändige Studie in Auftrag, in der der Standort Eching durchaus positiv bewertet wurde. Immerhin könne dort nicht nur der durch Bioabfall erzeugte Strom ins allgemeine Stromnetz eingespeist werden. „Die erzeugte Wärme reicht außerdem für die Kläranlage und für die Turnhalle in Eching aus“, betont Mulert. Noch ist das zukunftsweisende Projekt nicht in trockenen Tüchern. Doch Mulert zeigt sich zuversichtlich, dass es zu einer interkommunalen Zusammenarbeit mit der AWISTA und dem Abwasserzweckverband West kommen wird. „Da der Bioabfall immer mehr wird, in wenigen Jahren werden es im Landkreis Starnberg zwölf Tonnen jährlich sein, würden wir ein Projekt auf den Weg bringen, dass auf viele Jahre hinaus Sinn macht.“

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