Lob für das Engagement der Firma

Rund fünf Jahre wurde nach einem ganzheitlichen Konzept für die bauliche Entwicklung und das Ende der provisorischen Container-Lösung der Molkerei Scheitz in Andechs gesucht. Mit knapper Mehrheit stimmte der Andechser Gemeinderat in der jüngsten Sitzung dem 18 Meter hohen Turm plus Windspiel zu. Das in einen Hügel integrierte Verwaltungsgebäude jedoch wurde vorerst abgelehnt.

„Es ging noch um Abstandsflächen“, sagte Barbara Scheitz auf der Pressekonferenz. Ihr zur Seite stand Architekt Heinz-Michael Springmann, der im Namen der Hundertwasser-Stiftung das Projekt vorstellte. „Nachdem die Molkerei hinter einem Moränenhügel liegt, führt das Verwaltungsgebäude in Hügelform diese Geländelinie mit einem Grasdach mit heimischer Strauch- und Baumbepflanzung fort“, erklärte er. Die höchste Stelle des Hügels misst zwölf Meter. Positiv sei, dass die Erhebung einem Schutzwall gleich sowohl den Lärm abhält als auch die Sicht auf die Milchtanks und die Produktionsanlagen verhindert. Im Turm geplant sind eine Schaukäserei und ein kleines Cafe. Springmann lobte das Engagement der Firma Scheitz, die in die Naturhaus-Idee rund 15 Prozent mehr an Baukosten investieren will, als würde sie ein herkömmliches Geschäftshaus bauen. Außerdem bleibe die Molkerei ihrer Linie treu. „Die ideelle Einstellung zur Natur, der Heimat und ihrer Produkte wird mit der Architektur eines Baustils Hundertwasser geradezu folgerichtig sichtbar“, betonte der Architekt. Außerdem werde durch die ökologische Bauweise des „Null-Energiehauses“ auf die übliche Bodenversiegelung verzichtet und zudem überschüssige Produktions-Wärme in zusätzliche Energie umgewandelt. Firmenchefin Barbara Scheitz verwies zudem auf die Vorteile des Naturhauses für Mitarbeiter und Geschäftspartner. „Es ist nachvollziehbar, dass sie viel lieber in einem emissionsfreien Unternehmen mit besten Umweltschutz-Werten arbeiten, als ein einem konventionellen Molkerei-Wirtschaftsgebäude mit gesetzlich zugelassenen Emissionen.“ Im Übrigen versicherte sie, trotz einiger verlockender Angebote durch Bürgermeister in benachbarten Landkreisen in Andechs bleiben zu wollen. „Andechs ist unsere Heimat. Außerdem haben wir eine Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeitern, die Arbeitsplätze hier zu erhalten.“ Lesen Sie dazu auch den Artikel "Weder sachlich noch fair".

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