"Zeilen zum Teilen": Engagierte Starnberger platzieren Bücher im Landkreis

Lesestoff satt aus dem Kühlschrank in Starnberg

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Das neunköpfige InitiatorInnen-Team der „Bücherschrank-Gruppe“: stehend v.li.: Stephanie Moder, Anja Morandell, Cathrin Dierks (Betreiberin Steg1), Karin Gaul, Alexander Vell (Logo-Designer), sitzend v.li.: Lilian Kura, Anja Moritz (Designerin/Gestalterin der Schränke) und Enya Herbst. Nicht im Bild sind Matthias Reichert und Indi Herbst.

Landkreis – „We had a dream! Umgesetzt für uns alle ist er“, so schreibt es Karin Gaul, eine der Initiatorinnen der Starnberger Bücherkühlschränke. Die ersten Exemplare stehen schon, einer am Steg 1 in Possenhofen und der zweite an der Seestub‘n in Percha.

Entstanden ist die Initiative hierfür auf einer Facebook-Seite im Januar 2019, als Lilian Kura fragte, ob es so etwas wie Bücherschränke in Starnberg gäbe. Hierauf sind in den Kommentaren ein paar Leute eingestiegen und es kristallisierte sich heraus, dass die Damen und Herren diese Idee gerne umsetzen möchten, da es so etwas in Starnberg eben nicht gegeben hat. „Wir erkundigten uns, wie man diese Bücherschränke umsetzen kann, und das so, dass sie zum Einen wetterfest sind und zum Anderen auch als solche erkennbar und auffallend sind“, erklärte Gaul. Wichtig war auch zu klären, wo denn diese Bücherschränke stehen dürften. Der Stadtrat stimmte im Februar der Aktion zu (wir berichteten). „Gleichzeitig haben wir uns private Standorte gesucht, wo wir solche Schränke aufstellen dürfen.“ Bei der Umsetzung hat sich das Team dann für die privaten Standorte für die Bücherkühlschränke entschieden. „Dank Sponsoren, die uns tatkräftig unterstützt haben, konnten wir das Projekt realisieren.“

Der zweite Standort des Kühlschranks ist an der Seestub‘n Percha: V.li.: Oliver Herbst (Immovision), Franz Holzinger (Lackiererei Pitlane4) und Bernd Linnemann (Seestub’n Percha). Nicht auf dem Foto sind Ventsislav Kalemdzhiev vom Sanitär Pfister, Matthias Ederer von der gleichnamigen Schreinerei und Hans-Georg Hofmaier vom Hofmaiers Beschriftungs- und Druckcentrum.

Lesefutter für jeden 

Die Starnberger Bücherschränke sind eine private Initiative von lesebegeisterten Bürgerinnen und Bürgern. Jeder kann jederzeit aussortierte Bücher hineinstellen oder selbst welche mitnehmen. So gibt es nämlich Lesefutter satt- und das zum Nulltarif! „Wir möchten gerne betonen, dass das Ganze nur durch den großartigen Zusammenhalt von Starnberger Bürgern machbar war, die sich bei der Realisierung auf die unterschiedlichsten Arten mit ihrem Fachwissen, ihrem Können und ihrer Arbeitsleistung eingebracht haben. Auf welche Art auch immer. Und eben auch die Sponsoren, die Kosten übernommen haben und/oder kostenlos Arbeiten durchgeführt haben. Wir möchten uns auch bei den Spendern bedanken, die ihre Bücherregale für die Erstbestückung der Bücherkühlschränke geplündert haben“, sagte Gaul.

Seit einiger Zeit stehen nun die beiden Lesekühlschränke und die Resonanz der Bürger ist besser, als sich die Organisatoren gedacht hätten. „Wir sind sehr glücklich über die positive Resonanz, die wir bereits bekommen haben. Beim Steg 1 kamen die ersten begeisterten Nutzer schon während des Aufstellens und Befüllens.“ Wichtig ist für die Organisatoren auch der Umweltgedanke. Mit den Starnberger Bücherkühlschränken werden weniger Bücher weggeschmissen und sie stehen zur Verfügung. Übrigens wurde auch an die jungen Leser gedacht. Die unteren Teile der Bücherkühlschränke sind mit Kinder- und Jugendbücher ausgestattet.

Wer up-to-date bleiben möchte, ist herzlich eingeladen, sich der Facebook-Gruppe anzuschließen. Da gibt es Infos und alle Leseratten können sich untereinander austauschen: www.facebook.com/groups/buecherschrank.starnberg/.

Von Alma Jazbec

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