Entgegen dem Trend

Laut Gesellschaft zur Wirtschaftsförderung im Landkreis Starnberg blieb die Region bisher von der Finanzkrise verschont. In der Gemeinde Gilching macht sich entgegen dem weltweiten Trend sogar ein ungeahnter wirtschaftlicher Aufschwung bemerkbar. In der jüngsten Bauausschusssitzung wurden vier Bauanträge hochkarätiger Firmen verabschiedet, die sich rund um Gilching ansiedeln werden.

Von einem ausgesprochenen Glücksfall sprach Martin Fink (CSU), dass es bei der Firma Donauer so gut läuft. Das Unternehmen, das sich auf Solartechnik spezialisiert hat, hat Antrag auf Erweiterung der Lagerhalle gestellt. „So etwas wünschen wir uns für Gilching“, sagte Fink. Donauer ist eines der ersten Unternehmen, das sich an der Zeppelinstraße im Gewerbepark Süd angesiedelt hatte. Innerhalb von nur drei Jahren boomte das Geschäft derart, so dass nun expandiert wird. Von Vorteil ist, dass das Nachbargrundstück mit 5.600 Quadratmetern, das ursprünglich für Aero-Bildung reserviert war, wieder zur Verfügung steht. Gegen die Stimme von Peter Unger (Grüne) wurde dem Bauantrag zugestimmt. Geplant ist, beide Grundstücke zu verschmelzen, so dass eine Gesamtfläche von rund 17.000 Quadratmeter entsteht. Außer der genehmigten größeren Lagerhalle ist noch ein Büro- und Schulungsgebäude geplant. Aero-Bildung GmbH aber hat sich umentschieden und wird zwar auf Gilchinger Flur, allerdings in direkter Nachbarschaft zum Flughafen neu bauen. Bisher auf Weßlinger Flur beheimatet, wird das Unternehmen nun an der Friedrichshafener Straße 2 auf einer überbauten Fläche von 2.400 Quadratmeter ein neues Schulungs- und Seminargebäude mit Werkhallen errichten. Die erforderlichen 67 Stellplätze sind bereits nachgewiesen. Der Bauausschuss stimmte mehrheitlich auch der Errichtung eines Labors und zwei Produktionsstätten der Impuls Immobilien GmbH an der Dornierstraße im Gewerbepark Gilching Süd zu. Die Labor- und Produktionsstätte wird die Außenmaße von 52 mal 44 Meter haben und für 35 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz bieten. Die zweite Produktionsstätte misst 50 auf 54 Meter und ist für 44 Mitarbeiter konzipiert. Die vorgeschriebenen insgesamt 71 Stellplätze wurden ebenfalls nachgewiesen. Gegen sämtliche Bauanträge stimmte einzig Grünen-Rat Peter Unger.

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