Die Entwicklung Gräfelfings

Was über Generationen vererbt und über Jahrhunderte zusammengehalten wurde, hat Heinz Dittrich in dem Buch „Höfe in Gräfefling“ festgehalten. Christoph Göbel, Gisela Knobel und Heinz Dittrich (v.l.) bei der Buchvorstellung vergangener Woche im Bürgerhaus. Foto: Kuhn

Seine mühevolle Recherchearbeit hat sich gelohnt: Der Gräfelfinger Heinz Dittrich hat ein außergewöhnliches Buch über die „Höfe in Gräfelfing“ zusammengestellt, „das beispielslos zeigt, wie sich unser Ort entwickelt hat“, so Bürgermeister Christoph Göbel bei der Buchvorstellung im Bürgerhaus.

Rund 20 Jahre lang widmete sich Dittrich nach seiner Pension dem Thema und recherchierte intensiv über das dörfliche Leben vom 17. bis ins 20. Jahrhundert in Gräfelfing. Seine Recherchen gingen soweit, dass er hierfür auch sämtliche Unterlagen im Bayerischen Staatsarchiv durchforsten durfte. Über Jahrhunderte war Gräfelfing geprägt vom höfischen Leben und der Landwirtschaft rundherum. Die Idee zu einer Dokumentation der Hofchroniken ging bereits 1992 aus einem Arbeitskreis hervor, der sich mit Katastersarbeit im Landkreis München beschäftigte. Dem Arbeitskreis gehörten damals neben Heinz Dittrich auch Siegfried Segl an, dessen große Leidenschaft bis zuletzt die Erforschung der Ortsgeschichte war. Segl verstarb im Februar vergangenen Jahres. Die erste Ausstellung zu dem Thema Höfe hatte er 1994 noch begleitet. In den darauf folgenden Jahren folgten intensive Recherchen in den Archiven, Bibliotheken und Pfarrämtern. Die Dokumentation der Höfe geht bis zum 30-jährigen Krieg zurück, die der Klosterhöfe ließ sich sogar bis zum Mittelalter zurück verfolgen, so die Gemeindearchivarin Friederike Tschochner. Die Höfe sind chronologisch untersucht worden. Zuerst anhand von Archivalien wie Originalprotokollen, -urkunden, -aufzeichnungen jeglicher Art, ein weiterer Blick in die Vergangenheit zurück erlaubte das Kataster und der zur Verfügung gestandenen Briefprotokolle. Dazu kamen persönliche Aufzeichnungen, Informationen, Daten und Bilder von alteingesessenen Gräfelfinger Familien. Lebendig wird das Buch durch die vielen Abbildungen, illustriert und gestaltet von Gisela Knobel. Erhältlich ist das historische Werk „Höfe in Gräfelfing. Dörfliches Leben im 17. bis 20. Jahrhundert“ für 25 Euro in der Gemeinde und den örtlichen Buchhandlungen.

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