"Erfolg auf ganzer Linie"

Die Gemeinde Herrsching erhält für die ebenerdige, 181 Stellplätze umfassende Park-and-Ride-Anlage Fördermittel des Freistaats. Wie Bürgermeister Christian Schiller am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte, kann die Kommune für die Neuordnung der Parkfläche, den barrierefreien Ausbau des Bahnsteigs, Bike-and-Ride-Inseln sowie für die Unterführung im Norden mit einer Bezuschussung der Baukosten von bis zu 65 Prozent rechnen.

Als „Erfolg auf der ganzen Line“ wertete Bürgermeister Christian Schiller ein „ganz erfreuliches Gespräch“ mit der Regierung von Oberbayern, dem Wirtschaftsministerium und der Deutschen Bahn, an dem er selbst, Architektin Claudia Schreiber und Bauamtsleiter Guido Finster teilgenommen haben. Bei dem Treffen versicherten Regierungsvertreter außerdem, dass die bereits erhaltenen Fördermittel von 120.000 Euro für Grunderwerb und Ausbau der Ladestraße nicht mehr zurückgezahlt werden müssten. Auch ein neuer Zeitplan stehe laut Schiller bereits „grob“ im Raum: Baubeginn für die Umgestaltung des Bahnhofs sowie für den barrierefreien Ausbau des Bahnsteigs könnte demnach 2010 sein; der Parkplatz könne dagegen schon früher in Angriff genommen werden. Nämlich dann, wenn die Pläne alle erforderlichen Genehmigungsbehörden passiert hätten, sagte Schiller. Dass derartige Baumaßnahmen nicht mehr wie bisher mit 75 Prozent gefördert werden, läge an den schmäleren Fördertöpfen, betonte Schiller. An die Adresse des vorherigen Gemeinderats und seine Amtsvorgängerin Christine Hollacher gab der Rathauschef einen Kommentar eines Regierungsvertreters aus der Besprechung weiter: Warum habe die Ammerseegemeinde bislang so vehement auf ein Parkhaus beharrt und nicht schon früher eine ebenerdige Lösung vorgelegt. „Und das für ein Fünftel der ursprünglichen Kosten“, legte Schiller nach. Die ehemals geplante zweigeschossige Park-and-Ride-Anlage mit einer Kapazität von etwa 200 Stellplätzen und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach beherrschte im vergangenen Jahr den Kommunalwahlkampf und wurde schließlich im Sommer per Bürgerentscheid abgelehnt. Die nun geplante Anlage wird bislang auf 720.000 Euro veranschlagt, das Parkhaus wäre auf 2,3 Millionen Euro gekommen. Die Regierung hat der Gemeinde außerdem empfohlen, den Grunderwerbsplan rund um Bahnhof und Parkplatz zu erweitern. Eine größere, zusammenhängende Fläche gibt es vor allem in nördlicher Richtung – wo heute die BoFrost-Halle steht.

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