Erfolgreiche Fünf-Jahres-Bilanz

Die Grafik zeigt die vielfältigen Aufgabengebiete der AWA. Grafik: Polster

Öffentliche Daseinsvorsorge im Bereich Wasser und Abwasser war vor fünf Jahren Anlass, den Abwasserverband Ost in ein gemeinsames Kommunales Unternehmen (gKU) umzuwandeln. Die Reform hat sich bewährt. Auf einer gemeinsamen Sitzung aller sieben Mitgliedsgemeinden im Techno-Park Seefeld präsentierte Verbandsvorsitzender Hermann Doblinger eine erfolgreiche Fünf-Jahres-Bilanz. Des Weiteren wurden die Voraussetzungen für die Gründung eines Tochterunternehmens Energie geschaffen.

  Der Abwasserzweckverband Ost ist seit fast 50 Jahren eine praktizierte Form interkommunaler Zusammenarbeit. Neben der Entsorgung des Abwassers der sieben Mitgliedsgemeinden Herrsching, Inning, Seefeld, Wörthsee, Andechs, Pähl und Wielenbach ist mittlerweile auch das Frischwasser Thema interkommunaler Kooperation. Grund sind unter anderem die immer präziseren und weitreichenden Vorgaben der EU zur Trinkwasserqualität, was die einzelnen Wasserversorger zunehmend unter Druck setzt. „Ein gemeinsames Auftreten von Kommunen und eine gezielte interkommunale Kooperation in der Wasserversorgung ist zudem ein probates Mittel gegen den Trend der Marktliberalisierung“, ist Hermann Doblinger überzeugt. Nun soll das Aufgabengebiet erneut erweitert werden, was eine Satzungsänderung notwendig macht. Der Ergänzung lautet: „Die Errichtung, die Übernahme und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung, Verteilung und des Vertriebs von Energie, insbesondere von alternativen Energien, für den Bereich der Träger des gKU“. Wobei sich das Kommunalunternehmen zur Erfüllung dieser Aufgaben „bestehender oder noch zu gründender Tochtergesellschaften bedienen darf“. Voraussetzung dieser Aufgabenerweiterung ist die Gewährleistung, dass der Kernbereich der Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe, die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung, geschützt und weiterhin rein in kommunaler Hand bleiben. Als nächster Schritt ist die Gründung eines Energie-Tochterunternehmens geplant. Dies würde laut Doblinger zum Beispiel die Integration der Stromnetze, die Realisierung von weiteren regenerativen Energieprojekten und den Einstieg in die Energieversorgung ermöglichen. Bis auf Wielenbach, das Ratsgremium der Gemeinde aus dem Landkreis Weilheim war wegen fehlender Mitglieder nicht beschlussfähig, befürworteten die sechs weiteren Kommunen diesen Schritt. Wielenbach wird voraussichtlich den Beschluss in der nächsten Ratssitzung nachholen. „Die AWA werden kein Projekt realisieren, das auch nur von einer Gemeinde nicht gewollt ist“, versicherte Doblinger.

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