Lob für Erfolgsduo

Im Rahmen der 100. Aufsichtsratssitzung der Gemeindebau Gräfelfing GmbH lud die Geschäftsführung vergangenen Mittwoch zu einem gemeinsamen Abendessen, um ihren ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Eberhard Reichert und ehemaligen Geschäftsführer Werner Frisch für ihre langjährige Tätigkeit und ihr Engagement im sozialen Wohnungsbau zu danken. Bürgermeister Christoph Göbel würdigte Reicherts Arbeit, der „über die ganze Zeit als Bürgermeister Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft war. Und damit jemand der sich sozusagen aus dem operativen Geschäft der Geschäftsführung selbst zurückgezogen hat, zugunsten einer möglichst selbständigen Arbeitsweise in der Gesellschaft“.

Auf seinen Wunsch habe er diese Aufsichtsratstätigkeit auch über seinen Ruhestand hinaus für weitere sechs Jahre ausgeführt, was für Kontinuität in der Arbeit der Gesellschaft gesorgt habe. „Nachdem er es ehrenamtlich gemacht hat, ist dies besonders zu würdigen“, hob Göbel in seiner Rede hervor. Eberhard Reichert hat zudem „in seiner Zeit sehr darauf geachtet, dass in dem vorhandenen Spannungsfeld zwischen Geschosswohnungsbau aus sozialpolitischen Gründen und dem unbedingten Ziel des Erhalts des Gartenstadt keine Diskrepanz aufgetreten ist“. Darüber hinaus habe er sehr viel dafür getan, dass der Bestand der Wohnungen in wunderbarer Weise ordnungsgemäß gepflegt wurde und auch in einem guten Zustand an die jetzt jüngere Generation übergeben werden konnte, lobte Göbel. Seite an Seite haben Eberhard Reichert und Werner Frisch verantwortungsvoll zusammen gearbeitet und die wachsende Bedeutung des sozialen nahen Wohnungsbau erkannt. „Vom Lehrling zum Hebel der Macht“ bezeichnet Reichert senior den Werdegang und unaufhaltsamen Aufstieg des Werner Frisch. Aus der Sicht des Altbürgermeisters war Frisch schon immer da. Ein Vorbild an Beständigkeit weit über 40 Jahre. Werner Frisch hat durch Fleiß, Intelligenz, Ausdauer und Wille den Aufstieg bis zur letzten Sprosse der Leiter nach oben geschafft. Es war nicht leicht, verschiedene Stationen mussten geschafft werden, um ins Zentrum der Macht zu gelangen, so Reichert. „Frisch definiert in besondere Weise das kommunale Leben in Zahlen, mal tut er dies mahnend, mal treibend.“ Es sei ihm immer ein wichtiges inneres Anliegen gewesen, den sozialen kommunalen Wohnungsbau zu fördern, für den er sich über 30 Jahre vorbildhaft einsetzte. „Für uns war es ein Glücksfall“, so Reichart, dass der Einfluss des Kämmerers mit dem Geschäftsführer der Gemeindebau Gräfelfing GmbH zusammenfiel. „Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit mit Werner Frisch, der für soziale Gerechtigkeit steht. Ein kluger Mann, der seine eigene Gesundheit als Lebensziel ernst nimmt und diese auch nicht gefährden will.“ Sein berufliches Doppelleben beendete er zugunsten der Freizeit, die für ihn an Bedeutung gewann. Auch wenn er sich als Geschäftsführer der Gemeindebau Gräfelfing GmbH verabschiedet hat, so bleibt er der Gesellschaft als Nachfolger von Eberhard Reichart im Aufsichtsrat erhalten. „Wer Werner Frisch und meinen Vater kennt“, so der neue Geschäftsführer Till Reichert, „weiß, dass sie beide eine Passion fürs Reisen“ haben. „Und da man immer etwas schenken soll, was nicht herumliegt und einstaubt“, überreichte Till Reichert dem Erfolgsduo einen Reisegutschein. „Auf die Reise kann man natürlich auch Göbel oder die eigene Familie mitnehmen.“ Für Reichert junior ist der altersgerechte barrierefreie Ausbau von Wohnraum in den nächsten Jahren ein ganz großes Thema. Dass gerade jetzt der barrierefreie Ausbau von seniorengerechten Wohnungen aufgrund der Finanzsituation in 2009 von 1,5 Millionen Euro auf 100.000 Euro gekürzt wurde, sieht der Jurist eher gelassen und erklärt, „dass wir auch mit einfachen Mitteln unserem großen Ziel ein Stück näher kommen können“. Damit meint er unter anderem die Anbringung von Geländern, Handläufe für Treppen wie auch deren farbliche Abstufung zur sicheren Benutzung.

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