Erfreulicher Rechenschaftsbericht

Bei seinem Rechenschaftsbericht informierte Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger die Starnberger über die wichtigsten Geschehnisse in der Kreisstadt. Foto: Jaksch

Außergewöhnlich voll war es in diesem Jahr bei der Bürgerversammlung der Kreisstadt Starnberg. Rund 250 Starnberger - weit mehr als in den Jahren zuvor - nutzten die Gelegenheit, um sich im Großen Saal der Schlossberghalle den Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger anzuhören oder Kritik vor zu bringen.

Erstmals hatte die Stadt heuer per Postwurfsendung und Anzeigen in den Zeitungen eingeladen - mit Erfolg wie die Anzahl der Zuhörer bewies. Wie bereits in den Vorjahren konnten sich die Starnberger vor Beginn der Bürgerversammlung im Foyer über verschiedene Themen informieren wie über Stadtarchiv,-geschichte und Stadtentwicklungsplanung sowie das neue Jugendhaus „Nepomuk“ oder das Einheimischenmodell an der „Egerer Straße“ und den Umbau des Kirchplatzes. Während die Verschönerung des Kirchplatzes bei den Zuschauern hauptsächlich auf Zustimmung stieß und beklatscht wurde – der vor wenigen Wochen begonnene Umbau soll bis Ende August 2011 abgeschlossen sein – machten sich die Anlieger Sorgen, ob sie für die Verschönerung mitzahlen müssen. Weitere Fragen der Bürger drehten sich um die Finanzen der Stadt – die für Anlieger unerträgliche Parksituation rund um die Berufsschule oder um eine fehlende DSL-Leitung in Perchting. Ein Bürger wollte wissen, warum der im Museum Starnberger See untergebrachte „Delphin“ nicht wie beabsichtigt durch das große Schaufenster zu sehen ist. Kritik gab es auch an so manchen „sinnlosen“ Finanz-Ausgaben wie zur nun erst einmal gescheiterten Seeanbindung-Planung oder für die am Undosa neu eingerichtete Toilette. Insgesamt konnte Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger in seinem Jahresrückblick doch viel Erfreuliches berichten: Da ist erst einmal die etwas entspanntere Haushaltslage oder der tolle Erfolg des neuen Jugendhauses „Nepomuk“. Vorbildlich ist die Stadt auch in punkto Kinderbetreuungseinrichtungen. Bereits ein Jahr früher als gefordert erfüllt die Kreisstadt die gesetzlichen Vorgaben. Damit kann die Stadt ab 2012 rund 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz bieten. Eine Erfolgsgeschichte ist auch die Musikschule oder das neue Museum. Seit der Eröffnung im Februar 2008 haben rund 27.000 Gäste das Museum besucht.

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