Sämtliche Wasserhähne waren aufgedreht

Erheblicher Wasserschaden in einem Geisenbrunner Einfamilienhaus - Rosenkrieg als mögliches Tatmotiv

Ein erheblicher Wasserschaden in einem Geisenbrunner Einfamilienhaus dürfte wohl das Ergebnis eines Rosenkrieges sein (Symbolbild).
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Ein erheblicher Wasserschaden in einem Geisenbrunner Einfamilienhaus dürfte wohl das Ergebnis eines Rosenkrieges sein (Symbolbild).
  • vonFlorian Ladurner
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Geisenbrunn - Polizisten erleben in ihrem Beruf immer wieder außergewöhnliche und unglaubliche Dinge. Unter diese Rubrik fällt auch ein Einsatz, zu dem Polizisten gestern Nachmittag gegen 15.30 Uhr zu einem Einfamilienhaus nach Geisenbrunn gerufen wurden. 

Der Anrufer, ein 53 –jähriger Mann gab an, dass er seit vergangenen Freitagnachmittag nicht mehr zu Hause gewesen sei. Als er jetzt nach Hause gekommen ist, stand die Terrassentüre offen und sämtliche Wasserhähne im gesamten Hause waren aufgedreht und das Hause stehe vollständig unter Wasser. Aufgrund dieser Schilderung wurde schon bei der Anfahrt der Streife die Freiwillige Feuerwehr Geisenbrunn um Unterstützung gebeten. Die Angaben des Mitteilers bestätigten sich nach dem Eintreffen der Polizeibeamten in vollem Umfang. Es stellte sich heraus, dass ein immenser Wasserschaden an dem Einfamilienhaus verursacht wurde, indem alle Wasserhähne im Haus aufgedreht wurden und gleichzeitig die Wasserabläufe verschlossen worden waren. Hierdurch hatte sich das Wasser über die Becken gestaut und alle fünf Etagen wurden überschwemmt. Im Keller stand das Wasser kniehoch. Der Schaden dürfte sich schätzungsweise auf rund 200.000Euro belaufen.

Wie sich bei der Anzeigenaufnahme herausstellte, könnte ein „Rosenkrieg“ der beiden dort ursprünglich einmal gemeinsam wohnhaften Eheleute, die aktuell seit circa einem Jahr getrennt sind und vor Scheidung stehen, der Grund für die vorsätzliche Überflutung des Gebäudes sein.

Beide Ehepartner leben mittlerweile an anderen Wohnorten und sind Eigentürmer des nunmehr stark in Mitleidenschaft gezogenen Wohnobjekts. Da sich die beiden Eheleute am vergangenen Freitagnachmittag zusammen mit ihrem gemeinsamen Sohn an der besagten Örtlichkeit getroffen hatten und keinerlei Einbruchsspurenspuren am Tatobjekt festgestellt werden konnten, werden sowohl der 53-jährige Ehemann als auch seine 45-jährige Ehefrau als Beschuldigte bei der Germeringer Polizei geführt. Die Feuerwehr Geisenbrunn war mit zehn Einsatzkräften vor Ort und pumpte den Keller im Untergeschoß leer. 

Kreisbote

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