Erntefahrt

Neue Wege und alte Sorten

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Landkreis – Zur traditionellen Pressefahrt lud der Bayerische Bauernverband in diesem Jahr zu einer Rundfahrt über die Wiesen und Felder im Gautinger Ortsteil Buchendorf ein. Es wird zwar wegen der vielen Regentage kein Rekordjahr werden, dennoch hoffen die Landwirte auf eine gute Ernte.

Es ist eine hervorragend Bodenbeschaffenheit, die es rund um Buchendorf erlaubt, auf Bio zu setzen und auch mal Experimente mit dem Anbau von altem Pflanzgut zu machen, erklärte Kreisobmann Georg Zankl. „Zum ersten Mal habe ich heuer Ackerbohnen angesät. Sie waren früher neben der Erbse der einzige Eiweißträger für die Tiere“, sagte Florian Haas aus Hausen. Der Anbau solle aber auch ein Protest gegen die Einfuhr von gentechnisch veränderter Soja sein. „Früher wurde relativ günstig Sojaschrot aus den USA importiert. Doch mittlerweile hat ein Umdenken stattgefunden“, betonte Haas. Man habe zwar versucht, Soja anzubauen. Doch dies sei im Gegensatz zur Ackerbohne relativ problematisch. Thomas Ruhdorfer aus Buchendorf wiederum hat sich auf den Anbau von Erbsen spezialisiert. „Dafür ist unser Standort hervorragend geeignet.“ Abnehmer sind ein Schweinezüchter und ein Milchviehbetrieb. Zur Freude von Kreisobmann Georg Zankl. „Die Krux bei der Sache war, dass durch den importierten Sojaschrot über viele Jahre alles andere vernachlässigt wurde. Ich bin froh, wenn diese alten Sorten wieder Fuß fassen. Dadurch machen wir uns auch von Importen unabhängig.“ Neu ist auch ein großflächiger Elektro-Zaun, der Wildschweine abhalten soll, sich an den Maisfeldern von Thomas Ruhdorfer und Leonhard Lenker gütlich zu tun und entsprechend Verwüstungen anzustellen. Der Erfolg rechtfertige die relativ hohen Anschaffungskosten. „Ohne Zaun geht nix mehr“, sagte Ruhdorfer. Bei der anschließenden Einkehr in der Hofscheune von Marcus Ruhdorfer wurde Resümee gezogen. „Erntemäßig wird es kein Rekordjahr wie 2014 werden. Wir hoffen aber, das Niveau in etwa zu halten und sind sehr zufrieden“, sagte Kreisobmann Zankl.

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