"Weite Teile werden erneut unter den Tisch fallen"

Erste Zweifel an Corona-Hilfen: Verband übt harsche Kritik an Staatsregierung

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Kulturschaffende, wie Musiker, hat die Corona-Pandemie hart getroffen. Die von der bayerischen Staatsregierung zugesagten Hilfen waren nach Ansicht des Bayerischen Landesverbands der Kultur- und Kreativwirtschaft bisher unzureichend (Symolbild).

Region - Die bayerische Kultur- und Kreativwirtschaft zweifelt an der Wirksamkeit der angekündigten Corona-Hilfen. Ministerpräsident Söder hatte in seiner dritten Corona-Regierungserklärung am Mittwoch angekündigt, Künstlerinnen und Künstler besonders unterstützen zu wollen.

„Wir fürchten aber, dass erneut weite Teile unserer Branche unter den Tisch fallen“, sagt Philipp Ernst, Vizepräsident des Bayerischen Landesverbands der Kultur- und Kreativwirtschaft (BLVKK). Bereits im April habe Söder einen Unternehmerlohn nach Baden-Württembergischen Vorbild versprochen. Herausgekommen sei dabei aber ein Hilfsprogramm, dass keine Breitenwirksamkeit entfaltet hat. „Es war kompliziert, schlecht kommuniziert, wurde mehrmals nachgebessert und hat Berechtigte durch undurchsichtige Vergaberichtlinien abgeschreckt“, so Ernst.

Mit Spannung wartet der BLVKK jetzt auf die konkrete Umsetzung der angekündigten Hilfen. „Das Programm muss schnell anlaufen, rückwirkend gelten und alle betroffenen Teile der Kultur- und Kreativbranche einbeziehen“, fordert BLVKK-Präsidentin Carola Kupfer, BLVKK. 

Von Kreisbote

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