Drei Varianten für bis zu 80 Millionen Euro

Zum ersten Mal sind die Modelle für das Herrschinger Gymnasium zu sehen

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Variante 1 „Pavillon“: Dem Vier-Häuser-Modell mit einer Tiefgarage mit 80 Stellplätzen werden die besten Chancen eingeräumt.

Landkreis – Es wird eine „schöne Schule“, stellte Pöckings Bürgermeister und FW-Kreisrat Rainer Schnitzler am Montag fest. Der Kreistag diskutierte die drei Vorschläge des Planungsteams für das neue Herrschinger Gymnasium. Zuvor lehnte die Runde einen Antrag von FW-Kreisrat Bernhard Sontheim ab, der die Realisierung des Gymnasiums wegen der hohen Baukosten verschieben wollte.

Am Ende schreckte die Kreisräte die Summen zwischen 78 und knapp 80 Millionen Euro nicht ab, weiter den Schulhausbau am Herrschinger Mühlfeld voranzutreiben. Das Architektenbüro Ellen Dettinger und Felix Schürmann stellten am Montagvormittag nicht nur den Kreisräten ihre drei Varianten für das künftige Gymnasium vor, auch Vertreter des Herrschinger Gemeinderats, Bürgermeister Christian Schiller, Rathaus-Mitarbeiter und eine Reihe aus der Bürgerschaft waren ins Landratsamt gekommen. Offene Lernlandschaften, sogenannte Cluster – zusammenhängende Räume für fünf bis sieben Klassen –, Pavillons, Team- und Medien- und Gruppenräume und alles freilich möglichst offen und flexibel in der Gestaltung, kurz: Das Gymnasium soll nach modernsten pädagogischen Erkenntnissen gebaut werden.

Pädagogisches Raumkonzept in Holzbauweise

Bereits im Vorfeld hatte man sich auf eine Holzbauweise geeinigt, auch das pädagogische Raumkonzept und und der Umstand, dass auf dem Grundstück sich ein Biotop befindet, treiben die Baukosten in die Höhe. „So schnell kann man gar nicht bauen, wie die Preise steigen“, stellte Tim Weidner (SPD) fest. Bernhard Sontheim malte gar ein düsteres Bild in puncto Kostenspirale: Die Erweiterung des Landratsamts, die FOS/BOS in Starnberg und eben das teure Gymnasium in Herrsching treibe den Landkreis in eine 150-Millionen-Verschuldung. „Die Kosten muss man schon gut verdauen“, so auch Dr. Oswald Gasser (FDP). Seine Fraktion plädierte für Variante eins – auch mit Blick auf den Preis. Von einer Schule mit „großer Strahlkraft“ sprach Martina Neubauer (Grüne), die sich eher Variante zwei vorstellen konnte. „Alles Schöne muss finanziert werden“, betonte Kreiskämmerer Stefan Pilgram vor der Abstimmung. Er geht von einer Förderung von maximal elf Millionen Euro aus. Der Eigenanteil der Gemeinde Herrsching von zehn Prozent liegt bei 6,8 Million Euro. Am Ende bleiben dem Landkreis rund 60 Millionen Euro – Steigerung freilich möglich. Bis auf Sontheim konnten alle dem Beschlussvorschlag folgen. In den nächsten Wochen wird zuerst vom Bauausschuss eine der drei Varianten ausgewählt und möglicherweise verändert. Am Ende muss wieder der Kreistag seinen Segen geben.

po

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