Erster Preis für Stephan Lang

Begutachteten mit Stadtplanerin Andrea Gebhard und Peter von Quadt von der Gesellschaft Fortschritt den Sieger-Entwurf von Architekt Stephan Maria Lang für ihr neues Kinderhaus in Söcking: Die künftigen Kinder und Nutzer. Foto: Jaksch

Es geht voran: Der geplante Neubau eines integrativen Naturkinderhauses der FortSchritt gGmbH auf dem ehemaligen BND-Gelände in Söcking wird langsam konkreter. Bei einer Ausstellung im Landratsamt wurden jetzt die prämierten Entwürfe des Architektenwettbewerbs vorgestellt. Der erste Preis ging an den Starnberger Architekten Stephan Maria Lang.

An dem Architektenwettbewerb hatten sich insgesamt sieben Büros beteiligt. Keine leichte Aufgabe für die Fachjury, die allen Entwürfen ein hohes Niveau bescheinigte. Letztendlich aber machte Lang das Rennen, weil sein Entwurf ein Bau ist, der dem „sensiblen Ort“ gerecht wird. 2008 hatte FortSchritt das 5,3 Hektar große im Landschaftsschutz liegende Grundstück des Bundesnachrichtendienstes in Söcking erworben. Doch aus dem ursprünglich geplanten Umbau des alten BND-Hauses wurde nichts. Es stellte sich heraus, dass der Umbau wesentlich teurer wird als der Abriss des alten Gebäudes und ein kompletter Neubau. Ein Umstand, der die Genehmigungsbehörden dazu veranlasste, etwaige Zuschüsse zu verweigern. Ursprünglich hatte es immer geheißen, dass die BND-Gebäude Bestandschutz hätten. Folge: FortSchritt investierte 100.000 Euro in die nicht ganz einfache Planung. Immerhin sollte das BND-Gebäude barrierefrei werden, Bodengutachten wurden notwendig und die lange Zufahrt musste geregelt werden. Doch im vergangenen Jahr kam dann das Aus von den Behörden wegen der zu hohen Umbaukosten. Plötzlich war auch ein Neubau genehmigungsfähig. Daraufhin wurden neue Verfahren und Ausschreibungen notwendig, was erneut Zeit kostete. Um so erleichterter zeigte sich FortSchritt-Chef Peter von Quadt bei der Vorstellung des Siegerentwurfs, dass es nun endlich vorwärts geht. Insgesamt kostet das integrative Naturkinderhaus rund 2,7 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung werden dort zwei Krippengruppen, eine integrative Kindergartengruppe sowie die heilpädagogische Tagesstätte und die Verwaltung dort untergebracht sein.

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