Florian Breitenberger hat es geschafft

Event-Fotograf und begeisterter Sportler aus Breitbrunn zeigt Werke weltweit

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Florian Breitenberger: Der Event-Fotograf und begeisterter Sportler aus Breitbrunn zeigt seine Werke weltweit.

Breitbrunn – Florian Breitenberger wuchs mit den Bergen auf und die Faszination ließ ihn nie wieder los. Die Bergnähe war es auch, die seinen Studienplatz in Innsbruck bestimmte, wo er seither jede freie Minute auf den Skiern, beim Klettern oder irgendwo am Gipfel verbringt. Diese Leidenschaft hat er unterdessen als Fotograf zum Beruf gemacht und verdient sich sein täglich Brot, indem er unvergessliche Augenblicke waghalsiger Sportler für die Ewigkeit einfängt.

Den Skifahrer etwa, der in eine Wolke Schnee gehüllt einen Bogen in die weiße Decke des senkrecht abfallenden Bergrückens zieht oder den ausgestreckt am Lenker seines Bikes hängenden Radler, unter dem sich die Schanze scharfkantig am Horizont abzeichnet: Die Aufnahmen des Breitbrunners sind spektakulär – und geben die atemberaubende Natur wieder, in der die Sportler unterwegs sind. Mit den Bildern finanziert der Outdoor- und Sportfotograf seinen Alltag – und setzt sich damit auch für eine intakte Umwelt ein. Genau wie mit dem Startup-Unternehmen „The URA Collective“, in dem er mit zwei Freunden Kleidung aus biologischen Reststoffen zu fairen Produktionsbedingungen produziert.

Seine Fotografen-Karriere begann mit Vater und Skilehrer Norbert Mühlbauer, der immer eine Kamera dabei hatte. „Das hat mich geprägt“, ist Breitenberger überzeugt. Er selbst nahm erst kurz vor dem Abi seine erste Kamera in die Hand und lichtete den Herrschinger Christian Graf beim Freestyle-Fahren ab. Der Funke war gezündet und die 450D-Canon wurde ein selbstverständlicher Teil seiner Sportausrüstung. Irgendwann gewann er die ersten Fotowettbewerbe und marschierte mit seinem Portfolio zu potentiellen Auftraggebern. „So einen jungen Kerl vom Gymnasium nahmen sie nicht ernst“, erinnert er sich.

So zog er nach Innsbruck und schrieb sich im Studiengang Management and Economics ein, in dem er kurz vor dem Bachelor steht. Jede freie Minute verbrachte er in den Bergen, übernachtete im Wohnmobil oder in Berghütten, stürmte mit Fellen und Skiern die umliegenden Gipfel und verfeinerte stetig seine Fotografen-Technik. Aber der Erfolg blieb aus – und erst als er vor drei Jahren alles hinschmeißen wollte, trudelten die Großaufträge ein. Red Bull kündigte Interesse an, Fischer Sports buchte ihn für den Katalog. Dann ging alles sehr schnell. Als offizieller Event-Fotograf legte er sich bei den Sport-Events „Nine Queens” und „Nine Knights“ mit seiner Digitalkamera auf die Lauer, begleitete als Teamfotograf das deutsche Salomon Freeski Team und seine Werke wurden weltweit in Magazinen abgebildet.

Er gewann weitere Foto-Wettbewerbe und platzierte sich in den Top 50 beim Red Bull Illume. Alle Sportarten, die er fotografiert, macht er auch selber: Er ist Skifahrer, Kletterer, Mountainbiker und surft die Wellen der großen Meere ab. Auch das gehört zur Job-Beschreibung, denn wenn er die tollkühnen Draufgänger ins Visier nimmt, muss er können, was sie können. „Es ist ein harter Job“, gesteht er. Die Kälte nagt am Equipment und an ihm und er teilt mit den Extremsportlern sämtliche Gefahren: Geht etwa eine Lawine ab, ist auch er mitten drin. Die Gefahren jedoch gehören zur Natur, in die er sich schon als Kind verliebt hat und aus der er Kraft schöpft. Für sie setzt er sich mit Projekten wie „Protect Our Winters“ und „One Percent For The Planet“ ein und für sie fließt der Erlös seiner nächsten Fotoausstellung in ein Klimaschutz-Projekt – denn eine gesunde Umwelt ist die Grundlage für das, was Breitenberger „Lebensqualität“ nennt. 

Mehr Informationen gibt es unter www.florianbreitenberger.com.

Von Michele Kirner

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