Jugendreferent

Winkelmeier setzt auf Facebook

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Gilching – Bisher hat sich in Gilching in Punkto Jugendarbeit seitens der jeweiligen Jugendreferenten in Gilching nicht viel getan. Dies soll nun anders werden.

Christian Winkelmeier, seit Mai 2014 im Amt als Jugendreferent, will dazu moderne Medien nutzen. Auf Facebook erhofft er sich nun eine rege Diskussion. Nein, das Rad habe er nicht neu erfunden, erklärt Christian Winkelmeier. Der späte Einstieg in das Facebook-Zeitalter liege vielmehr daran, dass er erst seit Mai 2014 als SPD-Gemeinderat im Ratsgremium sitzt und seither auch das Amt des Jugendreferenten innehat. „Bevor ich aber über Facebook versucht habe, an Jugendliche und Kinder und deren Bedürfnisse ran zu kommen, habe ich erst einmal den direkten Weg gewählt.“ Zahlreiche Gespräche mit Jugendgruppen, in Schulen und im evangelischen Jugend-Cafe haben seither stattgefunden. „Besonders erfolgsversprechend war dabei der Besuch in der Mittelschule. Durch die Schulleitung wurde mir ermöglicht, mich vorzustellen und mit fünf Klassen jeweils eine Schulstunde lang darüber zu diskutieren, wie sich die Gemeinde Gilching attraktiver für diese Zielgruppe präsentieren könnte.“ Ein dringender Wunsch: ein zentral gelegenes Jugendzentrum, denn derzeit müssen die Jugendlichen bis an den Ortsrand fahren. Ein Ziel sei deshalb, in Kooperation mit den Sozialarbeitern des Jugendhauses und mit der Streetworkerin Elke Leicht-Krohn nach geeigneten Räumen Ausschau zu halten. „Es gibt bereits diverse Ideen, die sind aber noch nicht spruchreif. Für mich ist es wichtig, alle an Jugendarbeit interessierten Menschen mit ins Boot zu holen“, betont Winkelmeier. Rückblickend erläutert der 23-Jährige, dass die Installation eines Jugendbeirates bisher wenig fruchtbar gewesen sei. Was allerdings kein Gilchinger Phänomen ist. „Ich hatte deswegen auch schon diverse Gespräche, unter anderem mit dem Kreisjugendring. Deren Empfehlung lautete auch, lieber eine lockere Zusammenarbeit vieler Jugendlicher als ein gewählter Jugendbeirat. Der Beirat hätte zwar den Vorteil, bei Jugend relevante Themen im Gemeinderat gehört zu werden. Es will sich heute aber kein Jugendlicher mehr auf zwei Jahre fest für ein Amt verpflichten“, bedauert Winkelmeier. „Der letzte Jugendbeirat wurde 2010 auf zwei Jahre gewählt. Danach war Schluss.“ Jetzt soll über Facebook eine rege Diskussion stattfinden. Wer also eine Idee hat oder ein interessantes Gesprächsthema anregen will, kann sich ab sofort ohne große Anmeldeformalitäten bei www.facebook.com/gilchingerjugend einloggen. Und wenn es interessante Beiträge zu aktuellen Themen gibt, will Winkelmeier dies auch im Ratsgremium vorbringen. pop

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