Vorläufige Festnahme / Verhaltenstipps der Polizei

Falsche Polizeibeamte am Telefon

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Falsche Polizisten am Telefon: Nun ist der Gautinger Polizei ein Tatverdächtiger ins Netz gegangen

Gauting/Gilching - In den vergangenen Tagen haben zum wiederholten Mal falsche Polizeibeamte am Telefon in den Gemeinden Gilching und Gauting zugeschlagen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord jetzt mitgeteilt hat, ist es der Polizei in Gauting gelungen, einen Tatverdächtigen vorläufig festzunehmen.

Auf subtile Art versuchen falschen Beamten ihre Opfer - meist Senioren - zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen. Die Täter geben sich dabei am Telefon als Polizisten aus, versuchen beispielsweise unter der Legende, dass auf bei Einbrechern gefundenen Unterlagen der Name des Opfers enthalten sei, Informationen über die Besitzverhältnisse der Angerufenen zu erhalten und in der Folge diese zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen.

Enorm aktiv zeigten sich die Täter am gestrigen Dienstag, denn allein 77 solcher Anrufe wurden der Polizei im Norden Oberbayerns an diesem Tag gemeldet. Schwerpunkt der Betrugsaktivitäten waren neben dem Landkreis Starnberg die Kreise Fürstenfeldbruck, Erding und Freising. In keinem der Fälle entstand einem der Opfer ein finanzieller Schaden, da diese die Betrugsabsicht erkannten und rechtzeitig die Telefonate beendeten.

Tatverdächtiger vorläufig festgenommen

Eine Seniorin in Gauting reagierte auf einen derartigen Anruf vorbildlich und informierte die Polizei. Aufgrund der daraufhin veranlassten polizeilichen Maßnahmen gelang es einen 38-jährigen aus dem Landkreis München vorläufig festzunehmen, der in Folge des Anrufs zur Wohnung der Rentnerin kam. Bisher verweigert der Tatverdächtige die Aussage. Die polizeilichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck zu diesem Fall dauern noch an.

Warnhinweise

Weil davon auszugehen ist, dass diese Betrugsmasche von den Tätern weiterhin fortgesetzt wird, bittet die Polizei die folgenden Verhaltenstipps zu beachten.

Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen

Die Täter nutzen häufig einen technischen Trick, durch den die Notrufnummer 110 im Display angezeigt wird. Beachten Sie: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an!

Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!

Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!

Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110!

Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!

Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!

  • Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie diese vor dem Vorgehen der Täter!

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