Fehlende Leitwerte moniert

Die CSU traf sich beim Fisch: (v.l.) Gastredner Heinz Klaus Mertes, Eva John, Ludwig Jägerhuber, Küchenchef Andreas Pinkert, Stefan Frey und Anton Brunner. Foto: Jaksch

Rund 70 Gäste waren zum Politischen Aschermittwoch der CSU ins Golf-Restaurant Gut Rieden gekommen, um gemeinsam Fisch zu essen und den Publizisten und Ex-Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens, Heinz Klaus Mertes aus Tutzing, zu hören.

Der lobte erst einmal die „gute Show“ von Ministerpräsidenten Horst Seehofer beim Politischen Aschermittwoch der CSU in Passau am gleichen Tag, die dank ihrer guten Dramaturgie die Sachsolidarität mit Guttenberg in Beifallsstürme habe münden lassen. Es wurde ersichtlich, dass auch die CSU in Starnberg leidet unter dem Verlust ihres Ex-Bundesverteidigungsministers. Anders als bei der Opposition stand hier aber nicht zu Guttenbergs Fehltritt im Vordergrund, sondern dessen hervorragenden politische Fähigkeiten. Sein Bedauern über den Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg brachte denn auch Starnbergs CSU-Ortsvorsitzender Ludwig Jägerhuber zum Ausdruck. Er zollte dem Ex-Bundesverteidigungsminister höchsten Respekt - für seine Arbeit und für seine Konsequenzen, die er aus der Plagiatsaffäre gezogen habe. Allerdings befürchtete Jägerhuber nun sehr: „Wenn das so weiter geht, werden nur noch zweit- und drittklassige Leute in die Politik gehen.“ Auf Kommunalebene appellierte der CSU-Chef in Richtung der anderen Fraktionen im Starnberger Stadtrat „weg von der Frontenbildung“ und wieder zur Sachpolitik zurück zu kommen. „Deutschland wohin? Bayern vorn?“ Politik zwischen Umbruch und Erstarrung“ beleuchtete anschließend Gastredner Mertes umfassend in seiner Rede und sprach unter anderem die fehlenden Leitwerte bei der CSU in punkto „Krieg“ in Afghanistan mit Beteiligung deutscher Soldaten an.

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