Feste Größe der Gemeinde

Der neu gewählte Vorstand der Frauen Union Pöcking (v.li.): Silvia Babst (Stellvertreterin), Inge Zillner (Schriftführerin), Ute Nicolaisen-März (Vorsitzende), Marianne Lampl (Schatzmeisterin) und Margret Kaspar (Stellvertreterin). Foto: Jaksch

Die Frauen Union Pöcking (FU) kann auf ein erfolgreiches Jahr 2010 blicken mit großem Zulauf bei den Veranstaltungen. „Wir sind eine feste Größe in der Gemeinde“, freute sich FU- Vorsitzende Ute Nicolaisen-März bei der Jahresversammlung Anfang März.

Die 27 CSU Frauen in Pöcking sind selbstbewusst: Sie haben die Frauenquote innerhalb der CSU-Ortsverbände durchgesetzt, die „so manchem CSU-Mann noch schwer im Hals steckt“, so Nicolaisen-März. Um so enttäuschter ist sie, dass der nächste CSU-Direktkandidat für die Landtagswahl 2013 keine Frau ist. Bekanntlich soll der Bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon die Nachfolge von Ursula Männle antreten. Er sei sicherlich sehr qualifiziert, doch es gebe auch viele gute Frauen im Landkreis, die in der Lage wären, Männle nach zu folgen. Eigentlich solle gelten, „dass jedes Direktmandat einer Frau auch in weiblicher Hand bleiben soll“, so die Pöckinger FU-Vorsitzende, die auch stellvertretende Vorsitzende der Kreis-FU sowie CSU-Fraktionssprecherin im Gemeinderat ist. Zu sprechen kam sie auch auf das geplante Gewerbegebiet zwischen Pöcking und Maising. In Maising brodelt es deswegen. Die Anwohner haben bereits Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Sie befürchten, zusätzlich zum ohnehin schon starken Ausflugsverkehr an schönen Tagen künftig noch durch viele Lkws belastet zu werden. Für Nina Rumland aus Maising ist es ohnehin unverständlich, warum man auf einem derart sumpfigen Areal ein Gewerbegebiet plant. Außerdem lasse die Verkehrserschließung zu wünschen übrig. Sie glaubt nicht daran, dass nur einheimische Betriebe das Gewerbegebiet nutzen. Da die Quadratmeter-Preise günstig seien, werde die Gemeinde von Anfragen überrannt, darunter von einer Pharmafirma. „Die fahren sicherlich nicht über den Maxhof, sondern über Perchting nach Maising“, befürchtet die Anwohnerin. Das „Navy“ schleuse den Lieferverkehr von den Autobahnen durch den Ort zum Gewerbegebiet, ist sich Rumland sicher. Das der Standort nicht ideal ist, gab die FU-Vorsitzende zu. Doch sie erinnerte, dass er der einzige Machbare ist. Die Alternative sei „gar nichts“ gewesen, so Ute Nicolaisen-März. Doch wenn Pöcking seinen Gewerbetreibenden nichts anbieten könne, würden diese abwandern beispielsweise nach Wieling. Die Gemeinde brauche aber jeden Gewerbesteuerzahler, nachdem der größte weggegangen sei. Sie brachte das Dilemma auf den Punkt: „Entweder haben die Maisinger Pech gehabt oder eben die Pöckinger Gewerbetreibenden, die dringend Flächen suchen“. Im Hinblick auf die von den Maisingern befürchtete „massive Zunahme von Lieferverkehr“, erklärte Nicolaisen-März: „,Da bin ich gezwungen, mich auf die Aussagen der Experten zu verlassen.“ Diese würden diese Gefahr nicht sehen. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde Ute Nicolaisen-März in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt. Ihr zur Seite steht weiterhin Margarete Kasper als Stellvertreterin und Inge Zillner als Schriftführerin. Neu im Vorstand ist Silvia Babst als zweite Stellvertreterin und Marianne Lampl als Schatzmeisterin.

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