Feuerwehr Hechendorf: Neues Gerätehaus ist in Sicht

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Hechendorf – Die Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Hechendorf bekommt ein neues Gerätehaus. Höchste Zeit, denn aus Platzgründen sind unterdessen die Fahr- und Werkzeuge der Kameraden auf drei Standorte verteilt: Das Mehrzweckfahrzeug parkt in einer Garage neben dem Kinderhaus und der Anhänger in der Spitzstraße.

„Das Gerätehaus entspricht seit Fertigstellung schon keinen gültigen Unfallverhütungsvorschriften mehr“, erklärt die Homepage der Freiwilligen. Einer der Gründe, warum die Jahresversammlung am Donnerstag im „Vereinsstüberl“ stattfand. Über den Zeitpunkt des notwendigen Neubaus „sind schon Wetten abgeschlossen worden“, erinnerte sich Seefelds Vizebürgermeister Josef Schneider. Unterdessen wurden im Haushalt 2017 Mittel für die Planung aufgenommen, überbrachte Feuerwehrreferent Johann Dreyer die frohe Botschaft. Gerd Schnitzler, stellvertretender Geschäftsführer des für den Bau zuständigen Kommunalunternehmens „SeefeldBau“ (SeeKU), stellte sogar in Aussicht, dass das neue Zuhause der FFW in Oberfeld in zwei Jahren bezugsbereit sein könnte. Die Ehrenamtlichen sammelten schon fleißig Ideen, ließen sich auf ihrer Lehrfahrt ins Südtirol in Pflersch inspirieren, wo sie das dortige Gerätehaus besichtigten und „Anregungen für unseren Neubau mitnahmen“, berichtete Vorsitzender Alexander von Dehn. Aussichten, die die 51 Aktiven erfreuen, die 2016 insgesamt 2718 Stunden leisteten. Bei einem Stundensatz von 25 Euro ist das ein Wert von 67 950 Euro. Zählt man die Rufbereitschaft mit einem Satz von 12 Euro dazu, sind das sogar über eine Million Euro, rechnete Benjamin Grütze den rund 40 Anwesenden vor. Zu 50 Einsätzen rückten die Feuerwehrler aus, wobei die Technische Hilfeleistung mit mehr als 50 Prozent die Löscharbeiten auf den zweiten Platz verdrängte. Die Helfer wurden etwa nach Verkehrsunfällen gerufen, sicherten Festzüge ab oder waren nach Sturmschäden zur Stelle, zählte der Kommandant auf. Auch Ölspuren beschäftigte die Hechendorfer. Eine davon hielt sie knapp sechs Stunden in Schach, weil unverdrossen darüberfahrende Autofahrer das Öl im ganzen Ort verteilten. Die Szene hatte Grütze mit Bildern festgehalten, würzte den Jahresrückblick zusätzlich mit Grafiken. In einer davon hielt er die Uhrzeiten der Einsätze fest. Zu einem Einsatz wurden sie zwischen Mitternacht bis sechs Uhr gerufen – unter den Freiwilligen war natürlich auch der Feuerwehrchef, lobte ihn sein Stellvertreter Florian Kuchler. Was nicht aus der Statistik hervorginge sei die Arbeit, die „Benni“ gerade in diesen Randzeiten in Planung und Organisation stecke. Etwa für das neue Gerätehaus, in das unter anderem das von Kassier Ulrich Blecher präsentierte Plus in der Kasse einfließt. Zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurden Konstantin Blecha und Christoph Walter, zum Hauptfeuerwehrmann Nikolai von Dehn, Florian Feigl, Eduard Ginder, Sebastian Grütze, Andreas Heinrich, Martin Koppold und Josef Lorenz sowie zum Löschmeister wurde Florian Kuchler. Der Feuerwehr zehn Jahre treu geblieben ist Ariane Blecha. 15 Jahre Dienstzeit vollbrachte Josef Lorenz, 20 Jahre Marcus Wegner und Rudolf Lindermayer, 25 Jahre Eduard Ginder und 30 Jahre Alexander Fischer, Peter Hillen und Richard Wöll. mk

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