Feuerwehr

Orkan-Wochenende hält auf Trab

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Machtlfing – Die Jahresversammlung der Machtlfinger Feuerwehr war gut besucht: Rund 50 Mitglieder waren ins Feuerwehrhaus gekommen, um gemeinsam mit den Aktiven das Jahr Revue passieren zu lassen.

Sprichwörtlich „schnell wie die Feuerwehr“ sind Machtlfings Kameraden. So fuhren sie am vergangenen Samstag in aller Herrgottsfrüh’ aus und sicherten den vom Orkan entwurzelten Baum auf der Andechser Straße. Und auch beim legendären Hochwasser vor knapp zwei Jahren waren sie nur acht Stunden nach Alarmierung in den betroffenen Gebieten und kämpften mit vereinten Kräften gegen die Fluten. Die Bilanz für 2014 fiel, ganz im Sinne der Feuerwehrleute, eher ruhig aus: Kein Brand, vornehmlich Straßenabsicherungen. Neben drei Fehlalarmen brachte sie der Einsatz auch zu einem Verkehrsunfall mit zwei schwer- sowie zwei leichtverletzten Motorradfahrern, die auf der Straße in Richtung Erling zusammenge- stoßen waren. Was die Wehren erwartet, wenn die Sirene nach ihnen ruft, wissen sie nie. So kann ein Problem in nur 30 Minuten behoben werden – oder mehrere Stunden dauern. So geschehen, als Martin Popp an einem Sonntag im Oktober um 6.30 Uhr wegen einer Ölspur im Bach ausrücken musste. Anfänglich schien der Schaden noch relativ harmlos , berichtete der erste Kommandant. Um 8 Uhr waren sie schon zu dritt. Das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt schaltete sich ein, weil der Diesel in das Oberflächenwasser geraten war. Als sie die Ölsperre errichtet und den Kanal gespült hatten, war es Nachmittag. Insgesamt leisteten die Freiwilligen rund 1.100 Stunden Dienst. Eingerechnet sind 400 unentgeltliche Arbeitsstunden für das Umrüsten des Unimog. „Die Feuerwehr leistet hervorragende Jugendarbeit“, lobte auch Georg Scheitz die Runde. Das zeige sich nicht nur darin, dass die Zwölf- bis Dreizehnjährigen im Jugendpokalwettbewerb einen hervorragenden zweiten Platz belegten. Tatsächlich stellen die insgesamt 17 Jugendlichen fast die Hälfte der Dienst-Leistenden. Neuerdings sind auch drei Mädchen bei den Ehrenamtlichen mit dabei: Anna und Magdalena Sontheim sowie Melanie Geiger. Thomas Sontheim und Michael Jocher wurden wenig später von Kreisbrandinspektor Dieter Hofer für ihren selbstlosen Einsatz in den Katastrophengebieten ausgezeichnet. mk

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