Feuerwehrhaus wird aufgepeppt

Das Feuerwehrgerätehaus platzt aus allen Nähten, entspricht zudem nicht mehr den Sicherheitsstandards sowie den Bestimmungen für Gesundheitsschutz der freiwilligen Helfer. So lautete das Fazit einer Untersuchung des Herrschinger Feuerwehrhauses im August 2007 durch den Bayerischen Unfallversicherungsverband. Seitdem überlegt der Gemeinderat nach einer Lösung, hat erst im vergangenen Jahr nach langem Hin und Her ein Konzept für den Um- und Ausbau der Hallen und Diensträume auf den Weg gebracht. Doch dann musste Herrsching eine millionenschwere Steuerrückerstattung leisten und einen Einbruch bei der Gewerbesteuer von rund 20 Prozent verkraften.

Nicht nur die komplette Planung für den teilweisen Neubau des Feuerwehrgerätehauses fiel noch kurz vor Weihnachten dem Rotstift zum Opfer (wir berichteten). Auch das Rathaus nebenan wird nicht mehr so gebaut, wie einmal vom Gemeinderat beschlossen, sondern erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Doch der Unfallversicherungsverband ließ nicht locker. Nun konnte Bürgermeister Christian Schiller verkünden, dass sich trotz aller Sparmaßnahmen zumindest um das Feuerwehrhaus herum etwas tut. Bei einer gemeinsamen Begehung – dabei waren Vertreter der Feuerwehr, Rathausmitarbeiter und Bürgermeister, Feuerwehrreferent Martin Singer und Thomas Roselt vom Bayerischen Gemeinde-Unfallversicherungsverband – habe man verschiedene Provisorien auf den Weg gebracht: So wird die neue Ausfahrt (Alarmausfahrt) über den Neuhauserweg (gemäß Bauantrag Feuerwehrneubau) bereits jetzt realisiert. Dafür mussten zwei größere Bäume gefallt werden. Sehr bedauerlich, so Bürgermeister Christian Schiller, „dafür aber wesentlich mehr Sicherheit für unsere Feuerwehrleute“. Auch die Parkplatzsituation im Hof hat sich geändert. Besucher haben jetzt keine Parkberechtigung mehr, teilweise wurden Hecken und Büsche entfernt, um dort weitere Stellplätze nachweisen zu können. Der beliebte Samstagsmarkt rückt nach hinten zum BRK-Gebäude, der Vorplatz wird entsprechend gepflastert; und der rechte Toranschlag wird abgebrochen, Hinweis- und Verbotsschilder werden auf die neue Situation aufmerksam machen (dadurch will man Fußgänger und Autofahrer fernhalten). Und auch intern hat die Feuerwehr ein paar Änderungen vorgenommen. So tauscht die Jugendfeuerwehr die Umkleideplätze mit den Einsatzkräften in der Fahrzeughalle. Geprüft wird zudem, ob die Absauganlage noch dicht ist, auch deren Leistung soll erhöht werden. Der Tubus vom Abgasschlauch wird entsprechend der Abgasrohre der Fahrzeuge umgerüstet. An die Tür zum Schlauchturm wird weiter der Hinweis angebracht „nur eine Person“. Mit diesen Maßnahmen soll zumindest übergangsweise die Richtlinien des Umfallverbands eingehalten werden. „Das Erscheinungsbild im Hof wird sich ändern“, sagte Schiller. Eine Kostenschätzung möchte die Verwaltung in Kürze vorstellen.

Meistgelesen

B2-Tunnel Starnberg: Baufreigabe erteilt
B2-Tunnel Starnberg: Baufreigabe erteilt
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Gilchinger Heimatmuseum "Schichtwerk" im Werson-Haus eröffnet
Gilchinger Heimatmuseum "Schichtwerk" im Werson-Haus eröffnet
Herrsching: Faust gegen Auto-Blech - 1.400 Geldstrafe, 2.179 Euro Sachschaden
Herrsching: Faust gegen Auto-Blech - 1.400 Geldstrafe, 2.179 Euro Sachschaden

Kommentare