Rettung in luftiger Höhe

Feuerwehrübung über den Dächern von Gauting

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Übung in luftiger Höhe. Einsatzkräfte der Feuerwehr Gauting bergen einen Verletzten auf einem Kran am Bahnhof

Gauting - Die Feuerwehr Gauting übte dieser Tage den Ernstfall in luftiger Höhe. Nach einer Einweisung im Feuerwehrhaus machten sich rund 20 Einsatzkräfte auf den Weg zu der Großbaustelle am ehemaligen Grundschulareal neben dem Gautinger Bahnhof. Ziel waren die beiden großen Baukräne.

Als "Übungslage" wurde ein verletzter Montagearbeiter auf dem etwa 50 Meter hohen Ausleger des Baukranes angenommen. Um den Übungseffekt zu verstärken wurde in zwei Gruppen auf beiden Kränen parallel geübt. Da die maximal 30 Meter hohe Drehleiter der Feuerwehr aufgrund der großen Höhe hier nicht genutzt werden konnte, blieb den Einsatzkräften nichts anderes übrig als den kräftezehrenden Aufstieg über die Leiter des Kranes anzutreten. Ausgerüstet mit Klettergurten, Absturzsicherungsmaterial und Rettungsrucksack musste die für einige schon unüberwindbare erste Hürde – die enorme Höhe – gemeistert werden. Kurz darauf folgte schon die zweite Hürde. Der sehr beengte Durchstieg durch den Drehkranz des Kranes glich einem akrobatischen Akt. Oben angekommen bestand die Aufgabe darin den verunglückten Patienten auf dem Ausleger zu erreichen, gegen Absturz zu sichern und die erste medizinische Versorgung durchzuführen. Es mussten beim Vorgehen entlang des Auslegers mehrere Zwischensicherungen für die eigene Absturzsicherung angebracht werden. Was am Boden noch so einfach erschien war balancierend auf einer zehn Zentimeter breiten Schiene mit 50 Metern Luft unter den Füßen eine gänzlich andere Herausforderung. Trotzdem haben gleich mehrere Einsatzkräfte den Vorstieg auf den Ausleger gemeistert. Hier zeigte sich das große Vertrauen in die Ausrüstung und die Kameraden der Sicherungsmannschaft. Nach getaner Arbeit konnte noch für einen Moment der großartige Ausblick genossen werden, ehe der Abstieg zurück auf den Erdboden angetreten wurde. Der Dank der Feuerwehr gilt dem Bauträger Sontowski & Partner sowie der Baufirma Mauss Spezialbau, die den Feuerwehrlern nun schon viele Male die Möglichkeit gegeben haben auf dem Gelände die verschiedensten Übungen durchzuführen.

kb

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