FortSchritt Niederpöcking startet Qualitätsoffensive

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Niederpöcking - Während die zuständigen Minister in Berlin das Gesetz zur Qualitätsentwicklung in der Kinderbetreuung noch formulieren, hat die FortSchritt gGmbH bereits mit der Qualitätsoffensive begonnen. Der Träger von Kinder- und Heilpädagogischen Tageseinrichtungen hat mit dem Flensburger Träger für Kinder- und Jugenddienste „Adelby 1“ einen Bundesländer übergreifenden Wissenstransfer zur Inklusion vereinbart.

Dabei wollen die beiden gemeinnützigen Unternehmen viel von einander lernen und profitieren. Zudem soll der Erfahrungsaustausch wissenschaftlich unterstützt werden. „Wir werden uns die Rahmenbedingungen unserer Bundesländer anschauen und dann sehen, welche Erfolge von Flensburg nach Niederpöcking übertragbar sind und anders herum“, sagte Heiko Frost, Geschäftsführer von „Adelby 1“. Bei einem kurzen Besuch im Pöckinger Rathaus begrüßte auch Bürgermeister Rainer Schnitzler die Gäste aus dem Norden und freute sich über den Austausch zwischen Bayern und Schleswig-Holstein. Besiegelt wurde die Zusammenarbeit zwischen dem inklusiven Kinder- und Jugenddienstleister aus Flensburg und der FortSchritt gGmbH nun in Niederpöcking. Dazu waren „Adelby 1“ Geschäftsführer Heiko Frost und drei führende Mitarbeiterinnen vier Tage bei FortSchritt zu Gast. Besonders beeindruckt zeigten sich die Flensburger Inklusionsexperten von der Konduktiv ambulant betreuten Wohngruppe in Starnberg. „Ich muss zugeben, ich habe vorher noch nie etwas von Konduktiver Förderung gehört. Diese Förderung drückt aber genau den ganzheitlichen Ansatz aus, der auch der Inklusion zu Grunde liegt. Es geht darum, dass die Kinder mit ihren eigenen Kräften, Sinnen und Voraussetzungen sich selbst voranbringen können“, freute sich Frost über die Gemeinsamkeiten. „Wenn ein Kind aus dem Rahmen fällt, ändern wir den Rahmen, nicht das Kinde“, ergänzte Antje Süchting, pädagogische Fachberaterin bei „Adelby 1“. Weil genau dieser andere Rahmen auch die Konduktive Förderung sein kann, steht die Zusammenarbeit von FortSchritt und „Adelby 1“ unter dem Motto „Wissenstransfer von Inklusion und Konduktiver Förderung“. „Adelby 1“ betreut mehr als 900 Kinder mit rund 500 Mitarbeitern. Das Unternehmen nimmt am Modellprojekt des Landes Schleswig-Holstein „Inklusive Kita“ teil. „Nicht immer eine leichte Aufgabe“, gibt Frost zu. Denn es gehe darum, ständig zu überprüfen, ob die eigene Haltung tatsächlich wertfrei ist. Durch den Wissensaustausch mit FortSchritt über die Landesgrenze hinweg hofft er auf neue Ideen und übertragbare funktionierende Modelle. FortSchritt Kindertagesstättenleiter Gerald Kubik und Heiko Frost hatten sich auf der Bundesländer-Konferenz „Frühe Bildung - Mehr Qualität für alle Kinder“ im November vergangenen Jahres in Berlin kennengelernt. „Wir stellten sofort sofort so viele Gemeinsamkeiten fest, dass wir daraufhin einen intensiveren Austausch vereinbart haben.“ Der Besuch der Flensburger war der Auftakt dieses Erfahrungsaustausches. Für den Dezember ist ein Gegenbesuch geplant. „Dann wollen wir uns gemeinsam die Themen pädagogische Qualität und Inklusion als auch die Verwaltungsabläufe anschauen und voneinander lernen“, erklärte Kubik die anstehenden Pläne. Durch den intensiven Erfahrungsaustausch werden beide Unternehmen den bereits eingeschlagenen Weg der inklusiven Kinder- und Jugendbetreuung weiter verbessern und ausbauen.kb

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