Frei - gebunden-frei: Für alle Sinne

Echolot Festival von 20. bis 22 Juli im Schloss Kempfenhausen

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Matthias Schriefel und die SixAlpes spielen am 21. Juli.

Berg - Frei und gebunden, lustvoll und vital, atmosphärisch dicht und intensiv. Die dritte Auflage des Echolot Festivals präsentiert erneut eine große Bandbreite "Neuer Musik". In den historischen Gemäuern und im weitläufigen Park von Schloss Kempfenhausen (Milchberg 11, Berg) werden die Festtage vom 20. bis 22. Juli von Elisabeth Carr veranstaltet. Gunter Pretzel als künstlerischer Leiter konnte in diesem Jahr Dina Ugorskaja, Matthias Schriefl, Matthew Sadler und Johannes X. Schachtner sowie Golnar Shahyar und das Kult-Duo tonic train gewinnen. Die Videokünstlerin und Performerin Manuela Hartel wird das Schloss und den Park an allen Festivaltagen erneut mit ihren Video- und Klanginstallationen in "neues Licht" und "neue Töne" tauchen. An der Bratsche dazu Gunter Pretzel.

Carr freut sich sehr, dass es schon die dritte Auflage des Festivals ist. Auch Pretzel ist begeistert auf die Musik, die "sinnlich , lustvoll und stark durch die tage gespielt werden." "Es wird ein hoch klangliches und visuelles Zusammenspiel - die Neue Musik in den lebendigen Kunsträumen in diesem 500 Jahre alten Schloss zu erleben ist wundervoll", so der künstlerische Leiter. Das Echolot ist ein Festival für alle Sinne. 


Neue Musik, der Begriff ist 100 Jahre alt

Dina Ugorskajy 

Auftakt macht am 20. Juli im Rittersaal des Schlosses Dina Ugorskaja mit dem Trio Kimmig-Studer-Zimmerlin an Violine, Bass und Cello. Die aus St. Petersburg stammende und in München lebende Pianistin und das Improvisationsensemble, beide von internationalem Rang, lassen im Wechselspiel von Komposition und Improvisation in der gegenläufigen Vorgabe von Bindung und Freiheit Überschneidungen und Öffnungen entstehen, die das Publikum zum anschließenden Diskurs anregen und einladen. 






Alpiner Stil mit globaler Musik

"Sinfonisches Alpenglühen" - Six Alps & Jazz präsentiert der Allgäuer Jazztrompeter und Multi-Instrumentalist Matthias Schriefl mit seiner Band am 21. Juli im Schlosshof. Lustvoll und mit vitaler Virtuosität wird gekonnt jeder Gedanke an Volkstümelei weggespielt. Heimatliche Instrumente von Alphorn bis Schwegel werden in Szene gesetzt und altes Liedgut neben Eigenkompositionen in alpinem Stil in die globale Musik des improvisierten Jazz übersetzt. Wie selbstverständlich greift er zurück auf Rhythmen aus dem Himalaya, der Türkei und dem afrikanischen Kontinent. Matthias Schriefl erweist sich als sicherer Grenzgänger zwischen den musikalischen Kulturen und als solcher wurde er von der Jury des des Deutschen Schallplattenkritikpreises für seine CD ausgezeichnet. "Das wird ein sehr aufregender Tag", sagte Pretzel. Außerdem werden Jugendliche eine Rauminszenierung durchführen. "Stücke werden gespielt und das Echo wird aus dem Park zu hören sein", erklärte er.

Johannes X. Schachtner.


Gefärbte Luft

Zusammen mit dem Trompeter Matthew Sadler wird der Komponist Johannes X. Schachtner am 22. Juli im Rittersaal musikalische Beziehungen zwischen seinen eigenen Werken und anderen zitieren. Im Anschluss wird die persische Sängerin Golnar Shahyar den Schlosshof mit ihren atmosphärisch dichten und intensiv vorgetragenen Kompositionen klanglich erfüllen. Erweitert wird Shahyars Musik durch die subtil "handgemachten" elektronischen Klänge des Kult-Duos tonic train. Zum Abschluss des Festivals wird die Münchner Videokünstlerin und Performerin Manuela Hartel die Schlosskapelle mit ihren poetischen Projektionen verzaubern. Bei gutem Wetter wird es in lauer Sommernacht weitere Videoprojektionen und Performances im Schlosspark mit seinem alten Baumbestand geben. "Das Schloss wird in einen Zauberort verwandelt. Die Luft wird in Farbe getaucht", mehr wollte Hartel nicht sagen. "Am besten mal erlebt es einfach selbst." Dazu wird Gunter Pretzel auf der Bratsche spielen.

Dritte Auflage des Festivals

Das ECHOLOT-Festival erforscht seit 2016 die Tiefen der Neuen Musik und geht gemeinsam mit dem Publikum auf Entdeckungsreise: Bodenkontakt halten, Resonanzen erkunden, Untiefen meiden. Essenz des Festivals ist, ein sinnliches Gesamterlebnis der Neuen Musik zu kreieren. Das Schloss Kempfenhausen am Starnberger See südlich von München wird zum Gesamtkunstwerk durch Installationen, Videoprojektionen und Performances im Schlosshof und dem Park. Festivalteam: Künstlerischer Leiter Gunter Pretzel, Bratschist bei den Münchner Philharmonikern. Veranstalterin und Gestalterin Elisabeth Carr, Leitung der „KunstRäume am See". Festivalgestalterin Manuela Hartel, Medienkunst & Performance. Förderer sind die Christoph und Stephan Kaske Stiftung, der Bezirk Oberbayern, der Landkreis Starnberg, die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg sowie die Gemeinde Berg. Kooperationspartner ist BR Klassik. Medienpartner ist „Fünf Seen Land aktuell“. Information: www.echolotfestival.de


Infos zum Konzert:

20. Juli, Rittersaal 19 Uhr Einlass, 19:30 Uhr Begrüßung und Einführung 20 Uhr Konzertbeginn ca. 22.15 Uhr Videoinstallation und Performance zwischen alten Bäumen

Eintritt: 22 € /Schüler und Stud. erm. 12 €

21. Juli, 19 Uhr Einlass, 19.30 Uhr Echos im Park, Performance mit Neuer Musik 20 Uhr Konzertbeginn Schlosshof Fassadenprojektion auf die Schlosskapelle mit Einbruch der Dunkelheit ab ca. 22.30 Uhr Videoinstallation & Performance zwischen alten Bäumen

Eintritt 24 €/Schüler und Stud. erm. 12 €

22. Juli, 19 Uhr Einlass, 19:30 Uhr Beginn Konzert 1 Rittersaal, 21.15 Uhr Beginn Konzert 2 Schlosshof am ca. 22.30 Uhr Videoinstallation & Performance zwischen alten Bäumen

Eintritt insgesamt 28 €/ Schüler und Stud. erm. 12 € Eintritt einzeln 18 € / Schüler und Stud. erm. 8 €

Schloss Kempfenhausen, Milchberg 11, 82335 Kempfenhausen (Bei schlechtem Wetter finden alle Konzerte im Schloss statt. )

Vorverkauf: Touristinformation Starnberg Tel. 08151 90 600, info@sta5.de 

KunstRäume am See Tel. 08151 559721 www.kunstraeume-am-see.de

Von Alma Jazbec

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