Keine Lockerungen für die bayerischen Sportler

Freistaat bremst Bundesnotbremse aus - Österreich lockert dagegen schon deutlich ab Mai

Fußball Torwarttraining
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Torwarttraining, wie hier bei den Fußballern, ist in Bayern nach wie vor nicht möglich.

Landkreis - Nach Einführung der Bundesnotbremse herrscht in Bayern einmal mehr – Verwirrung! Dürfen Kinder bis 14 Jahren nun in Fünfergruppen trainieren? Nein, erfuhr der Bayerische Landessport-Verband (BLSV) Ende letzter Woche. Es bleibt alles beim Alten, weil der Freistaat nicht die Regelungen des Bundesinfektionsschutzgesetz übernimmt, sondern die schärferen bayerischen Einschränkungen beibehält.

In der Bundesnotbremse wäre für Kinder bis 14 Jahren Sport in Gruppen mit bis zu fünf Personen auch bei einer Sieben-Tages-Inzidenz größer 100 kontaktlos im Freien möglich gewesen. Die bayerische 12.Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht dagegen vor, dass in „Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird, nur die kontaktfreie Ausübung von Individualsportarten allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt“ ist. Damit übernimmt der Freistatt die kleinen Verbesserungen nicht, auf die die Sportverbände wie der BLSV aber auch der bayerische Fußballverband (BFV) hoffte.

Während Deutschlands und Bayerns Amateursportler damit auch nach sechs Monaten Lockdown in der Luft hängen und nach wie vor auf Perspektiven seitens der Politik warten, herrscht im Nachbarland Österreich große Erleichterung. Die Regierung in Wien kündigte an, dass es ab 19. Mai weitreichende Öffnungsschritte für den Sportbereich geben soll – sogar Indoor-Sport und Sportveranstaltungen mit Kantinenbetrieb sollen dann wieder möglich sein. Noch schneller geht es im Nachbarland für Kinder und Jugendliche. Bereits ab dem 2. Mai wird der Nachwuchssport in Vereinen wieder in allen Bundesländern sicher stattfinden, heißt es aus Wien. Dies ist derzeit nur teilweise möglich. Durch die neuen Beschlüsse wird der seit November 2020 geltende Corona-Lockdown in Österreich für den Vereinssport beendet. Die Lockerungen gehen einher mit dem so genannten Grünen Pass.

Ab dem 19. Mai gilt der Status getestet, genesen oder geimpft als Eintrittskarte für alle möglichen Bereiche. Beim Outdoor-Sport gibt es die Testpflicht nur bei Kontakt- und Mannschaftssportarten. Breitensport kann im Freien von bis zu zehn Personen pro Gruppe ausgeübt werden. Indoor gilt die Regel, dass zwanzig Quadratmeter pro Sportausübenden bemessen werden muss. Auch Abstandsregeln müssen außer im Mannschaftssport eingehalten werden. Fitnessstudios können unter den Auflagen ebenfalls wieder öffnen.

Auch Zuschauer sind ab 19. Mai in Österreich wieder erlaubt, maximal 50 Prozent der Sitzplätze dürfen belegt werden. Als Obergrenzen gelten in jedem Fall aber 1500 Personen Indoor und 3000 Outdoor, unabhängig von der Stadiongröße. Zutritt erhält, wer geimpft ist, getestet oder genesen. Noch weiter gehen die Öffnungen in der Schweiz. Dort ist bereits seit Anfang März für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre der Sportbetrieb vollumfänglich möglich, auch in der Halle und in Wettkampfform. Seit dem 19. April gibt es auch Lockerungen für Erwachsene, die allerdings nicht ganz so weit gehen. Im Freien sind zum Beispiel Training und Wettkampf mit bis zu 15 Personen erlaubt.

Roland Halmel

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